Trainingstagebuch 2010
6. Februar
2012: Sponsorentreue und erster Start in Sicht
Das Jahr 2012 hat für mich gut begonnen. Mein Körper
scheint langsam wieder etwas an Stabilität gewonnen zu
haben, auch wenn ich vom Optimum noch ein Stück entfernt
bin. Immer wieder werde ich in Erinnerung gerufen, wie
der Gesundheitszustand von top fit bis hin zu
Laufunfähigkeit doch bloss an einem seidenen Faden hängen kann. Im Januar
konnte ich mit den ersten Intervalleinheiten beginnen.
Zusammen mit meinem Vater habe ich beschlossen, die
Hallen-Schweizermeisterschaften, welche in zwei Wochen in
St. Gallen ausgetragen werden, als Wiedereinstieg zu nutzen.
Am 19. Februar morgens um 11 Uhr stehe zum ersten Mal seit
fünf Jahren wieder an der Startlinie zum 3'000 Meter-Lauf an
der Hallen-SM. Für das distanzmässig längste Rennen des
gesamten Anlasses ist die Startzeit ungewöhnlich früh
angelegt. Aus meiner Sicht schade, doch vielleicht kann es
auch von Vorteil sein in einer mit noch unverbrauchter und
genügend Sauerstoff gefüllten Halle zu laufen. Meines
Erachtens war dies genau ein Faktor, der vor fünf Jahren
dazu beigetragen hat, dass keine schnelle Laufzeit
resultierte. Die momentan eisigen Temperaturen erschweren
zwar die Vorbereitungen, doch
steht mir zum Glück auch eine Alternative mit dem
Laufbandtraining zur Verfügung, sodass auch bei Schnee und
Eis ein Intervalltraining möglich ist. Dennoch versuche ich
einen grossen Teil des Trainings draussen durchzuführen. Vor
wenigen Tagen habe ich mir beim Laufen durch knöcheltiefen
Pulverschnee eine Brandblase am Innenfuss geholt, da Schnee
im Schuh kleben blieb und zu Eis fror. Ich hoffe, es bleibt
bei der einen "Kälteblase" und schaue voller Zuversicht auf
die mir verbleibenden zwei Wochen bis zum Ernstkampf.
Einen speziellen
Dank gilt meinen beiden Hauptsponsoren, die mir für ein
weiteres Jahr treu bleiben und mich unterstützen. Ich
schätze es enorm, dass sie mir auch in sportlicher Hinsicht
schwierigen Zeiten den Rücken decken und zu mir halten.
24. Dezember
2011: Frohe Weihnachtswünsche an alle
Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu. Auch wenn
nach dem Kalender heute schon Heiligabend ist, fühle ich
mich so, als hätten wir erst Herbst. Aber vermutlich steuert
das Wetter einen grossen Anteil zu dieser Irritation bei.
Nachdem ich in der letzten Woche vier Prüfungen zu
absolvieren hatte, freue ich mich auf die Festtage ohne
lernen und die anschliessenden Ferien mit meiner Familie auf
Fuerteventura. Da es mit dem Lauftraining auch langsam
wieder bergauf geht, freue ich mich, eine Woche meines
Aufbautrainings bei warmen Temperaturen und Sonnenschein
durchführen und nebenbei allerlei Sportangebote nutzen zu
können. Da ich bereits das dritte Mal dorthin reise, bin ich
voller Vorfreude auf das, was mich erwartet, zumal ich nun
mit meinen nächsten Mitmenschen, welche mir den Aufenthalt
versüssen, das optimale Umfeld habe. :-)
Ich wünsche euch
allen frohe Festtage und einen guten Rutsch in ein gesundes
2012 und dass sich eure Ziele und Vorsätze verwirklichen
lassen.
26. November
2011: Rückfall und Verzicht auf Lieblingslauf
Aufgrund eines Rückfalls meiner alten Rückenverletzung
muss ich auf den geplanten Start am heute stattfindenden Basler Stadtlauf
verzichten. Eine falsche Bewegung ohne Ausseneinwirkung hat
vor vier Wochen zu dieser Verschlimmerung geführt.
Mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung laufe und
jogge ich täglich und versuche meine zuletzt sehr gut
erarbeitete Form mittels Ausdauertraining auf dem
Hometrainer aufrecht zu erhalten. Die Sendung Heimspiel auf Telebasel hat dazu im Hinblick auf den Basler Stadtlauf
einen
Beitrag ausgestrahlt. Zwar nicht als aktive Läuferin,
doch erstmals als Co-Moderatorin auf Telebasel werde ich den
29. Basler Stadtlauf dennoch hautnah miterleben können. Ich
freue mich sehr auf die neue Erfahrung in der Medienwelt,
doch hoffe ich sehr, dass ich im nächsten Jahr wieder
auf statt neben der 'Piste' stehe.
10. Oktober
2011: Sieg am Inzlinger Lauf
Gestern war es soweit. Nach fast 16 Monaten
Wettkampfpause bin ich zum ersten Mal wieder an einer
Startlinie gestanden. Als Gelegenheit dazu nutze ich den
nicht weit von meinem Wohnort entfernten
Inzlinger Lauf in
Deutschland. Als Einstieg wählte ich die kürzere von zwei
angebotenen Laufstrecken, also die 5.8 Kilometer Distanz.
Mir ging es vor allem darum, wieder Wettkampfluft zu
schnuppern und es auch als Tempotraining zu nutzen, da die
Wettkampfhärte nur mit einigen Rennen in den Beinen geholt
werden kann. Das Profil des Laufs war sehr anspruchsvoll,
resp. coupiert. Entweder ging es bergauf oder bergab. Etwas,
das ich mir nicht mehr gewohnt war, da ich meine Trainings
in den vergangenen Wochen und Monaten entweder auf dem
Fussballplatz oder auf dem Laufband absolviert habe. Aber
dennoch, ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind auf
Weihnachten, dass ich mitlaufen konnte. Dass ich nach zwei
Männern als Dritte und Siegerin der Frauenkategorie ins Ziel
eingelaufen bin, hat mich natürlich zusätzlich gefreut. Wie
die Zeit zu werten ist, kann ich nicht beurteilen, da mir
Vergleichswerte fehlen. Aber dies war mir eher zweitrangig.
Wie meine Form ist, wird sich in den folgenden Wochen noch
zeigen.
6. September
2011: Lange Aufbauphase nötig
Mittlerweile bin ich seit gut zwei Monaten am laufen.
Allerdings war bis anhin noch kein Training nach Plan
möglich. Vor allem jetzt muss und musste ich auf mein
Körpergefühl hören, welches mir immer wieder zu kurzen
Pausen riet. Aufgrund der noch nicht wieder vollkommen
behobenen Rückenproblemen, ist mein Körper noch nicht in
einem Gleichgewicht, welches intensives und kräftezehrendes
Training zulässt. So stehen fast täglich Dauerläufe an, die
bis zu einer Stunde dauern und je nach Tagesform schneller
oder langsamer ausfallen. Daneben verbringe ich
mehrere Stunden im Fitnesscenter, um an meiner Rücken- und
Rumpfmuskulatur, sowie der allgemeinen Körperstabilität zu
arbeiten. In zwei Wochen werde ich mir die Zeit dann wieder
etwas mehr einteilen müssen, da das neue Semester beginnt
und ich somit auch noch etwas Platz für die Vorlesungen
freihalten muss (/darf ;-). Erst am vergangenen Wochenende
habe ich erfahren, dass ich die Bachelor-Prüfungen bestanden
habe. Nun freue ich mich, dieses Kapitel abschliessen und
den Masterstudiengang in Angriff nehmen zu können.
10. Juli
2011: Ich laufe wieder!
Die Prüfungen sind vorbei und die Semesterferien in
vollem Gange. Gerade rechtzeitig zum Wechsel in die
vorlesungs- und prüfungsfreie Zeit konnte ich das
Lauftraining wieder aufnehmen. Ob ein Trainingslager in
diesem Sommer noch drin liegt, ist noch ungewiss. Bis ich
wieder mit vollem Einsatz trainieren kann, wird man mich
wohl eher zuhause am Rhein, auf der Finnenbahn oder um die
Fussballplätze rennen sehen. Die Verletzung, dessen Ursprung
über ein Jahr zurück liegt, ist noch immer spürbar, manchmal
etwas mehr und manchmal weniger. Eine Therapie steht nicht
mehr zur Diskussion, ganz nach dem Motto - weniger ist mehr.
Diese Erkenntnis stammt aus den Erfahrungen der letzten paar
Monate. Ich musste selbst herausfinden, was mir hilft und
was nicht und durfte mich nicht mehr auf Zusicherungen und
Meinungen anderer verlassen. Meine Medizin war, jeden Tag so
oft wie möglich spazieren zu gehen. Dadurch konnte ich mich
am besten entspannen und ein Gleichgewicht herbeiführen.
Vollständig rekonvalesziert bin ich wie gesagt noch nicht.
Mittlerweile bin ich dermassen sensibel, dass schon ein zu
enges Oberteil oder eine Umarmung die Verspannung im Rücken
auslösen kann. Man kann sich also in etwa vorstellen, wie
sehr ich mich auch im täglichen Leben achten muss, um keinen
Rückfall zu erleiden. Also falls ich mich einmal weigern
sollte, jemanden herzhaft zu grüssen... - bitte keine
falschen Schlüsse daraus ziehen. ;-) Ich hoffe doch sehr,
dass sich diese, sehr wahrscheinlich nervenbedingte,
Überreaktion wieder beruhigt.
Ich wünsche allen einen schönen Sommer! Bis bald,
hoffentlich mit weiteren positiven News.
24. April
2011: Endlose Geschichte?
Es scheint eine endlose Geschichte zu sein. Nach
monatelangem Auf und Ab, geprägt von etlichen Rückschlägen
und aufblitzenden Hoffnungsschimmern, musste ich vor ein
paar Wochen einen Schlussstrich ziehen. Nach abermaligen
behutsamen Einstiegsversuche in das Lauftraining folgten
stets nach wenigen Wochen Sekundärverletzungen, die auf die
noch nicht behobenen Rückenprobleme und dadurch verursachte
Dysbalance zurückzuführen waren. In der Zwischenzeit stellte
mir der Arzt bereits eine Operation in Aussicht (Vermutung
auf eine Gelenksfalte (Plica) im Knie, welche scheinbar die
Ursache für die Statikprobleme sein soll), die ich aber
nicht habe über mich ergehen lassen. Schliesslich war die
Ungewissheit, dass wirklich eine Plica vorgelegen hat, zu
gross und gemäss einer Zweitmeinung beinahe ausgeschlossen.
Ein Eingriff stellt für mich die letzte Option dar,
schliesslich gibt es nicht wenige Beispiele dafür, dass dies
der Anfang einer Katastrophe sein kann. Nach langer Zeit
ohne Therapie habe ich mich seit kurzem den Händen eines Osteopathen anvertraut. In der letzten Woche ist sehr zu
meiner Erleichterung eine Besserung eingetreten.
Noch bin ich nicht zu überschwänglicher Euphorie geneigt, da
mich die Erfahrungen der letzten paar Monate eines Besseren
belehrt haben. Meine Zukunft und all die Ziele, die ich als
Läuferin noch erleben und verwirklichen möchte, sind nun
aber wieder ein kleines Stück näher gerückt. Die Zeit zur
vollständigen Genesung werde ich mir nehmen. Zur
Überbrückung meiner momentan fehlenden sportlichen
Herausforderungen werde ich im Sommer (Mai/Juni) die Bachelor-Prüfungen (in Rechtswissenschaften) in Angriff nehmen.
Ich wünsche allen frohe Ostern und viel Freude bei der
Bewegung draussen in der blühenden Natur.
9. Februar
2011: Der Körper geht, das Licht bleibt
So lange wie ich auf das
Laufen verzichten musste, so sehr freue ich mich nun auf die
täglichen 15-20 Minuten Lauftraining. Noch kann nicht von
einem leistungsmässigen Training gesprochen werden. Aber so
sehr geschätzt habe ich die natürlichste und oft als
selbstverständlich wahrgenommene Fortbewegung des Menschen
noch nie zuvor.
Wie nahe Sieg und Niederlage, Hochs und Tiefs, Freud und
Leid zusammen liegen, habe ich im Sport schon mehrfach
erlebt. Passieren sie im privaten Leben, ist es jedoch um
einiges schmerzhafter. Wenige Tage nach der Hochzeit eines
Familienmitglieds, habe ich ein anderes für immer verloren.
Die Trauer ist gross, doch stets an seine Worte
zurückdenkend, schätze ich mich glücklich, diesen Menschen
in meiner Familie gehabt zu haben. Er hat mein Leben
bereichert und mich immer wieder an die guten Dinge im Leben
erinnert. Mit seiner zufriedenen und herzerwärmenden Art,
sowie seiner positiven Lebenseinstellung hat er mich stets inspiriert. Er war ein
Vorbild und zugleich einer meiner grössten Fans.
Grosspapi,
ich vermisse Dich fest und bin in Gedanken bei Dir.
23. Dezember
2010: Frohe und besinnliche Weihnachten
Liebe Homepagebesucher
Zum Jahresende möchte ich die Gelegenheit nutzen Euch schöne
Festtage und für das kommende Jahr nur das beste zu
wünschen.
Lange ist es her seit ich mich auf dieser Seite gemeldet
habe. Hinter mir liegt die bisher schwerste Phase meines
Sportlerlebens - oft von Zweifeln verfolgt, je wieder normal
laufen und trainieren zu können. In den letzten Jahren nicht gerade von
Verletzungen verschont geblieben, wurde ich in diesem Jahr
wieder und stärker denn je damit konfrontiert. Dieses Mal
aber nicht selbstverschuldet infolge von inadäquater
Gewichtung der Belastungs- und Erholungsphasen, sondern
ausgelöst durch eine (Routine-) Massage. Sozusagen top fit
in das Behandlungszimmer rein, mit entstelltem Gerüst wieder
raus. Daraufhin verkrampfte und verkürzte sich die
Muskulatur auf der ganzen linken Körperhälfte - als wäre ich
wie zweigeteilt. Stets darauf hoffend, es vergeht so rasch
wie es gekommen ist, trainierte ich weiter und absolvierte
noch zwei Wettkämpfe. Doch irgendwann konnte ich die hohe
Trainingsbelastung mit der muskulären Dysbalance nicht mehr
prästieren, woraufhin sich an Waden und Füssen
Folgeverletzungen abzeichneten. Kurz vor der SM im Sommer
folgte beim Ausladen des Gepäcks der Schlag des Koffers
gegen mein angeschlagenes Wadenbein, welcher mich
schliesslich ganz ausser Gefecht setzte. Der Teufelskreis
nahm dann seinen Lauf. Ich unterzog mich diversen MRIs, doch
stets konnten nur die Folgeverletzungen, nicht jedoch die
Ursache geklärt werden. In der Physiotherapie liess ich mich
behandeln, doch anstelle der erhofften Besserung resultierte
eine Verschlimmbesserung. Drei Monate vermied ich
anschliessend jegliche Form von Therapie. Stattdessen
probierte ich alles mögliche aus, was in irgend einer
Hinsicht helfen könnte - sogar ein striktes Sportverbot.
Aufgrund von bloss minimal erkennbaren Verbesserungen meines Zustandes und
einer wachsenden Ungeduld fasste ich den Entschluss, einen
Chiropraktiker zu konsultieren. Dieser Schritt schien
zunächst zielführend zu sein. Nach bloss drei Behandlungen
fühlte ich mich zunehmend ausgeglichener und
entspannter. Das linke und rechte Bein konnte ich wieder
fast gleichmässig belasten und eine fliessende Energie in
meinem Körper, die zurückkam, war deutlich spürbar. Die
vierte Behandlung warf mich zurück in den Teufelskreis -
eine verkrampfte linke Rückenhälfte und ein "Holzbein" ohne
Gefühl für die leichtfüssige Abfederung beim Laufen war das
ernüchternde Resultat. Seither lasse ich mich von niemandem
mehr manipulieren. Einzig bei den selbstheilungsfördernden
Massnahmen stehe ich noch mit gutem Gewissen dahinter. Meine
einstige Meinung, dass nur eine Massage, die "weh tut" auch
gut genug ist, habe ich mittlerweile abgelegt. Dazu war aber
diese schmerzhafte Erfahrung und viel Lehrgeld notwendig.
Für den Weg zurück kämpfe ich jeden Tag. Ein gesundes,
erfolgreiches und glückliches neues Jahr wünsche ich Euch
und mir!
10. September
2010: Geduld gefragt
Das Laufen läuft noch nicht so rund wie ich mir das
wünsche. Deshalb sehe ich mich gezwungen noch mit
angezogener Handbremse zu trainieren und auf die Zeichen
meines Körpers zu achten. Nun verbleibt mir noch eine Woche
Semesterferien, bevor am 20. September das 5. Semester
meines Jusstudiums beginnt und somit wieder ein gedrängtes
Tagesprogramm mit Training, Vorlesungen und Lernen auf mich wartet.
20. August
2010: Trainingsbeginn
Da sich mein rechtes Wadenbein wieder schmerzfrei
anfühlt, beginne ich in diesen Tagen mit leichtem
Lauftraining. Ich hoffe, dass ich meinen Aufbau wunschgemäss
durchführen kann. Über den Verlauf des Trainingseinstiegs
berichte ich hier.
27. Juli 2010: Schlag mit Folgen
Nach dem Malheur mit dem Koffer habe ich mich untersuchen
lassen, um Gewissheit darüber zu erlangen wie schlimm
(oder eben nicht) es um die Verletzung am Wadenbein steht.
Letztendlich habe ich es bei zwei verschiedenen Orten
abchecken lassen, da die erste Diagnose zusammengefasst
ungefähr so
lautete, dass ich gar nichts habe. Da ich mittlerweile aber
gut genug einschätzen kann, wann ich einen Schmerz ernster
oder weniger ernst nehmen muss, holte ich mir zur Sicherheit
noch eine Zweitmeinung ein. Jene Abklärungen berechtigten
mein Misstrauen in den Befund des ersten Arztes. Es zeigte
sich auf, dass ich ein Knochenödem (griechisch: oidema =
Schwellung, resp. Wassereinlagerung im Knochen) im unteren
Drittel des Wadenbeins habe. Um dieses ausheilen zu lassen,
lege ich eine 2-3-wöchige Laufpause ein.
18. Juli
2010: SM ohne mich
Manchmal, da läuft es einem im Leben nicht so wie man
sich das vorgestellt hat. Nachdem ich mir für die SM zu
Hause den letzten Schliff geholt hatte und ich mich in der
vergangenen Woche in St. Moritz mit reduziertem Training auf die
SM hin erholen wolle, verletzte ich mich auf der Aussenseite
des rechten Unterschenkels beim hantieren mit dem Gepäck derart
unglücklich, dass ein schmerzfreies Laufen daraufhin nicht
mehr möglich war. So musste ich meine Ambitionen, bei der SM
vorne um die Medaillen mitzumischen, begraben. Stattdessen
bin ich direkt nach Hause gereist. Extrem bitter, denn ich
fühlte mich in einer Form, die ich schon seit etlichen
Jahren nicht mehr hatte... oder sogar noch besser. Über
genauere Abklärungen informiere ich bald.
9.
Juli 2010: Vorschau auf die SM über 5'000 Meter
Kurz vor meiner Abfahrt nach St. Moritz nutze ich
nochmals die Gelegenheit, über ein paar Details der
SM in
Lugano (16./17. Juli) zu berichten. Gestartet wird das 5'000
Meter-Rennen der Frauen am Samstag um 20:10 Uhr, so spät wie
noch nie an einer Freiluft SM. Dies finde ich allerdings
eine äusserst positive und sinnvolle Änderung der
Organisatoren der diesjährigen SM, da mit sehr warmen
Temperaturen gerechnet werden darf und wir Läufer/innen
dadurch nicht direkt in der prallen Hitze auf die Bahn
geschickt werden. Somit liegen auch bessere Bedingungen für
ein schnelles Rennen vor. Aufgrund der Startliste darf mit
einem solchen gerechnet werden. 20 Athletinnen werden an der
Startlinie stehen, so viele wie schon seit etlichen Jahren
nicht mehr. Darunter befindet sich u.a. Topfavoritin Sabine
Fischer, die sich bereits über diese Distanz für die EM in
Barcelona qualifiziert hat. Dahinter wird es sicher einen
spannenden Kampf um die Medaillen geben, denn nicht weniger
als 9 Läuferinnen sind in der Lage 17 Minuten und schneller
zu laufen. Das heisst, es wird trotz der späten Startzeit
ein heisses Rennen geben! Ich meinerseits werde die
Vorbereitung etwas anders gestalten und somit ein kleines
Experiment wagen. Das erste Mal reise ich erst am
Wettkampftag selbst von der Engadiner Höhe ins Unterland.
Bereits gute Erfahrungen habe ich mit der Anreise einen Tag
davor gemacht und bin nun gespannt, wie ich mit der
Umstellung zurecht komme. Drückt mir die Daumen!
3. Juli 2010:
St. Moritz - Basel - St. Moritz - Lugano
Nachdem ich in der vergangenen Woche die letzte Prüfung
geschrieben hatte, packte ich meinen Koffer und reiste nach
St. Moritz, um für eine Woche in der guten Höhenluft
trainieren zu können. Nun bin ich wieder nach Hause
zurückgekehrt. Allerdings bleibe ich auch hier nicht allzu
lange, denn bereits am nächsten Freitag geht es für weitere
7 Tage nach St. Moritz. Anschliessend werde ich gleich von
dort aus nach Lugano fahren, wo ich am 17. Juli an den 5'000
Meter Schweizermeisterschaften antrete.
Das Wetter hätte im Engadin nicht besser sein können - Sonne
pur und warm. Kaum zu glauben, dass es dort drei Tage vor
meiner Ankunft noch wie im tiefen Winter ausgeschaut hatte
und man sich mit einer verschneiten Landschaft konfrontiert
sah. Während ich in St. Moritz nur Dauerläufe absolvierte,
werde ich in der Woche im Flachland zwei Intervalltrainings
einbauen. Einmal habe ich meinen Puls jedoch auch bis zum
Anschlag hochgetrieben, als ich ein Treppentraining
durchführte. Ich fand eine passende Treppe, die zwischen
Wohnblöcken den Berg hochführte, mit sage und schreibe 510
Stufentritten. Nachdem ich da sechsmal rauf und runter
gejagt bin, deutete sich auch schon bald darauf ein
deftiger Muskelkater an. Doch gerade deshalb war dies eine
willkommene Abwechslung zum Lauftraining und ein super
Oberschenkeltraining dazu. :-)
18. Juni
2010: Sieg und Streckenrekord beim Lörracher Stadtlauf
Nur wenige Tage nach der SM in Uster nutzte ich gestern
den Stadtlauf in Lörrach für ein schnelles Training. Schon
mehrere Male habe ich an diesem stimmungsvollen
Innenstadtrennen nahe an der Schweizer Grenze teilgenommen -
das letzte Mal im 2007. Vier Runden, die insgesamt 4,915
Kilometer ergeben, waren für die Frauen zu absolvieren.
Gleich nach dem Startschuss setzte ich mich an die Spitze
des Feldes, da ich von Beginn an ein hohes Tempo laufen
wollte. Dies gelang mir dann sehr gut. Den Vorsprung auf die
Zweitplatzierte Renate Wyss konnte ich bis auf über eine
halbe Minute ausbauen und sogar den zehn Jahre alten
Streckenrekord von Kiki Holletschek um acht Sekunden
brechen. Und das, obwohl ich in der letzten Runde aufgrund
des angefallenen Regenschauers in den Kurven das Tempo stark
drosselte, um nicht einen Sturz auf den nassen
Kopfsteinpflastern zu riskieren. Mit diesem
zufriedenstellenden Ergebnis werde ich mich nun in die
Vorbereitungsphase für die SM über 5'000 Meter begeben,
welche in einem Monat in Lugano statt findet.
Zu den
Resultaten.

12. Juni
2010: 2. Rang an der 10'000 Meter-SM in Uster
Gestern Abend fanden in Uster die 10'000
Meter-Schweizermeisterschaften statt. Bei warmen Bedingungen
(25 °C im Schatten) wurden um 20:00 Uhr die Frauen zusammen
mit dem Männerfeld ins Rennen geschickt. Bei den Männern am
Start war der favorisierte Christian Belz, bei den Frauen
die ebenfalls favorisierte Patricia Morceli-Bühler, welche
sich beide bereits für die EM in Barcelona (ESP; 27.7 -
1.8.2010) qualifiziert hatten. Als das Rennen los ging,
setzte sich Patricia gleich an die Spitze des Frauenfeldes
und schlug ein sehr hohes Tempo an, sodass ich nicht folgen
konnte und meinen eigenen Rhythmus laufen musste. Leider
ergab es sich dieses Mal, anders als noch beim
Susanne-Meier-Memorial, nicht, dass ich mich jemandem
anhängen konnte. Entweder liefen die Männer zu schnell oder
zu langsam und auch auf die übrige Frauenkonkurrenz tat sich
eine immer grössere Lücke hinter mir auf, sodass ich von
keinem "Hasen" profitieren konnte. Unterstützt von einer
tollen Stimmung des Publikums konnte ich mit einer Endzeit
von 34:56 Minuten dennoch eine ordentliche Zeit laufen und
sicherte mir so die Silbermedaille.
Begleitet wurde ich vor, während und nach dem Rennen vom
Basler Lokalsender Telebasel. Der Beitrag erscheint in der
nächsten Sendung "Heimspiel",
welche stets am Montag um 19:20 Uhr (mit stündlicher
Wiederholung) ausgestrahlt wird. Reinschauen lohnt sich! :-)
Resultate siehe
hier.

5. Juni 2010:
Vorschau auf die 10'000 Meter-SM in Uster
Nach dem 5'000 Meter-Lauf am Pfingstmontag konnte ich
wunschgemäss nach Plan trainieren. Morgen folgt schliesslich
ein letztes intensives Lauftraining, bevor ich am kommenden
Freitag, den 11. Juni an den
10'000
Meter-Schweizermeisterschaften in Uster an den Start gehe.
Ich freue mich sehr auf dieses Rennen und bin selbst
gespannt, wie weit ich mit dem Training schon voran gekommen
bin. Die neue Regelung, dass die Frauen zusammen mit den
Männern laufen dürfen, finde ich sehr gut, zumal ich in den
vergangenen Jahren über die 25 Bahnrunden oft auf mich
alleine gestellt war, was sich somit grundlegend ändern
wird. Die Frage, wie weit ich wirklich davon profitieren
kann, lässt sich aber erst nach dem Rennen beantworten.
Auch neben dem Training habe ich kaum Zeit mich auszuruhen,
da ich momentan gerade zwischen den Prüfungen für mein
Jusstudium stecke. Doch auch die Prüfungsperiode ist
zeitlich beschränkt (bis Ende Juni) und anschliessend bleibt
mir auch wieder mehr Zeit, die Sonne draussen zu geniessen.
Am Freitag kommt
der neue Dress samt Aufdruck meines neuen Sponsors, die
Basler Kantonalbank, erstmals zum
Einsatz. :-)

24. Mai 2010:
Meetingrekord und Sieg am Susanne-Meier-Memorial
Das Susanne-Meier-Memorial, welches bereits zum 47. Mal
durchgeführt wurde, fand heute bei prächtig warmem und
sonnigem Wetter statt. Um 13:30 Uhr startete ich u.a.
zusammen mit der 15-fachen OL-Weltmeisterin Simone
Niggli-Luder über 5'000 Meter. Für die Renngestaltung habe
ich mir keinerlei Pläne geschmiedet. Gewollt war, ein
möglichst gleichmässiges Tempo einzuschlagen, um
anschliessend im Ziel über meinen momentanen Formstand ein
Fazit ziehen zu können. Das Rennen ergab sich dann so, dass
Simone ein auch für mich passendes Tempo vorgab und ich mich
11,5 Runden an ihre Fersen setzten konnte. Die letzten 400
Meter hatte ich schliesslich noch genügend Reserven, um
einen Antritt starten und mit einem langgezogenen Spurt das
Rennen für mich entscheiden zu können. Auf der Uhr leuchtete
mit einer Zeit von 16:54 Minuten ein neuer Meetingrekord
auf. Unter den gegebenen Verhältnissen und dem bisherigen
Training kann ich mit dieser Leistung zufrieden sein. Einen
Dank geht auch an meine lieben Fans, die mich lauthals
unterstützt haben. :-)

16. Mai 2010: Sieg
beim Dreiländerlauf
Erstmals nahm ich heute beim
Dreiländerlauf teil, der
heuer bereits zum 20. Mal ausgetragen wurde. Dem Namen nach
führt der Halbmarathon durch die drei Länder Schweiz,
Deutschland und Frankreich. Ich bevorzugte aber die kürzere
10,1 Kilometer lange Strecke, welche sich ausschliesslich
auf Schweizer Boden beschränkte (ein Glück - den Pass hätte
ich ohnehin zu Hause liegen lassen ;-). Das Rennen konnte
ich mir gut einteilen und Kilometer für Kilometer einzelne
vor mir laufende Männer ein- und überholen, so dass ich
schlussendlich als Overall 4. und damit erste Frau ins Ziel
einlief. Mit der Zeit von 36:25 Minuten bin ich zufrieden.
Ein Vergleichswert zu Vorjahren fehlt mir allerdings. Doch
mit dem guten Laufgefühl und dem überschaubaren Männerfeld
vor mir, darf ich mich über meine Leistung freuen und mit
Zuversicht den kommenden Wettkämpfen entgegenblicken. Jetzt
fehlt nur noch ein Sieg (oder Unentschieden) vom
FCB, und dann ist das
Wochenende gerettet! :-)

3. Mai 2010:
Sieg und Streckenrekord in Zunzgen
Bei kühlen Temperaturen und Regenwetter nahm ich gestern am
Zunzger Waldlauf teil. Als erstes
Schnelligkeitstraining überhaupt seit meiner
Verletzungspause nutzte ich den sympathischen Waldlauf um
meinen momentanen Formstand messen zu können und wieder
etwas Wettkampfluft zu schnuppern. Das Spezielle an diesem
Lauf ist der Jagdstart. Das bedeutet, dass innerhalb einer
bestimmten Zeitspanne die eigene Startzeit selbst gewählt
werden kann. Der Vorteil daran ist, seinen Start nach
Vorliebe oder nach gewohnten Trainingszeiten seinen eigenen
Bedürfnissen anpassen zu können. Da dadurch das gesamte
Teilnehmerfeld in kleine Gruppen zersplittert wird, sieht
man sich mit grosser Wahrscheinlichkeit auch mit dem
Nachteil konfrontiert, die coupierte Strecke "alleine"
absolvieren zu müssen. Dies war dann auch bei mir der Fall,
was mir allerdings herzlich wenig ausmachte. So konnte ich
die zwei Runden à je 3,5 Kilometer in meinem Tempo
zurücklegen. Am Ende resultierte ich mit 27:02 Minuten über
eine Minute schneller als im letzten Jahr und verbesserte
somit den damals gelaufenen Streckenrekord deutlich. Dieses
Ergebnis kommt für mich umso überraschender, v.a. da ich bis
anhin noch keinen einzigen Intervall- oder Tempolauf in den
Beinen hatte. Eine weitere positive Feststellung ist, dass
ich die zweite Runde fast auf die Sekunde gleich schnell wie
die erste lief, ohne je auf die Stoppuhr geschaut zu haben.
Dies zeigt mir, dass auf meine innere Uhr Verlass ist.



18. April
2010: Neuer Hauptsponsor
Eine erfreuliche Mitteilung habe ich im Bereich meines
Sponsorings zu verlauten. Da es einen meiner bisherigen
Hauptsponsoren, die Privatbank AAM, ab diesem Jahr nicht
mehr gibt und somit auch der Sponsorvertrag mit ihr
ausgelaufen ist, bin ich umso glücklicher, dass ich mit der
Basler Kantonalbank einen Ersatz gefunden habe, den ich mir
nicht besser hätte erträumen lassen können. Der beidseitige
starke Bezug zur Stadt Basel verbindet uns als
Vertragspartner, weshalb ich mich auch besonders gut mit
meinem neuen Hauptsponsor identifizieren kann. Dass ich in
diesem Jahr durch die, meiner Ansicht nach, renommiertesten
Basler Bank unterstützt werde, gibt mir zusätzliche
Motivation und Auftrieb.
10. April
2010: Weiterhin gut im Aufbau - fast ohne Allergien
Auch in den letzten Tagen liessen sich wieder einige
Fortschritte erkennen. Zwar blieb ich mit den 50-55 Minuten
pro Laufeinheit im bisherigen Zeitrahmen, doch konnte ich
dafür etwas mehr aufs Tempo drücken. Es tut gut, wieder in
einem flotten Schritt unterwegs sein zu können, auch wenn
die richtigen Tempoeinheiten und Intervallläufe noch auf
mich warten. Das frühlingshafte Wetter geniesse ich nebenbei
auch in vollen Zügen. Dies war in den vergangenen Jahren
nicht im gleichen Ausmass möglich, da mich die
Pollenallergien vor allem in den Monaten März/ April im
Training und im Alltag eingeschränkt haben. Dank einer
Ernährungsumstellung habe ich dieses Problem nun viel besser
in den Griff bekommen. Nun hoffe ich, weiterhin gut
trainieren und in naher Zukunft die ersten Läufe planen zu
können.
2. April 2010: Es
geht aufwärts
In der vergangenen Woche konnte ich mein Laufpensum
wieder ein bisschen erhöhen. So sind nun täglich 50 Minuten
zusammengekommen, womit sich doch auch schon wieder eine
schöne Route gestalten lässt. Dabei geniesse ich jeden
Schritt. Ich freue mich auf alle noch folgen und halte Euch
dabei auf dem Laufenden.
In diesem Sinne wünsche ich allen frohe Ostertage und ein
erfolgreiches Eiersuchen.
26. März
2010: Mich gibt es noch!
Für den langen Informationsunterbruch auf der "Aktuelles"-Seite
meiner Homepage möchte ich mich bei allen treuen Besuchern
herzlich entschuldigen. Dies wird sich fortan ändern. Eine
lange Verletzungspause (Überlastungsfolgen am linken Fuss) nahm mir jegliche Motivation, darüber
zu berichten. Mittlerweile laufe ich wieder seit drei Wochen. Bin
ich die erste Woche mit täglichen 15 Minuten Lauftraining
sorgfältig in den Aufbau eingestiegen, so taste ich mich zur
Zeit an die 45 Minuten-Marke heran. Während der Zwangspause
war ich nicht untätig und habe mich dank der mir wegen den
Semesterferien zur Verfügung stehenden Freizeit täglich 4-5
Stunden im Fitnesscenter in Form gehalten. Daneben habe ich
gezielt an meinen Schwachstellen gearbeitet, um meinen
Körper so gut wie möglich in ein Gleichgewicht zu bringen.
Seit Anfang Jahr besuche ich neuerdings auch einmal die
Woche einen Yogaunterricht. Dies ist eine sehr sinnvolle
Ergänzung zum täglichen Lauftraining, auch wenn ich mich
erst nach ein paar Lektionen mit der ruhigen aber dennoch
intensiven und körperlich fordernden Trainingsmethode
anfreunden konnte.
Über den weiteren Trainingsaufbau werde ich nun regelmässig
berichten, hoffentlich natürlich vor allem positives. :-)
5. Januar
2010: Happy New Year!
Gerne nehme ich den Jahreswechsel zum Anlass, euch einen guten Start in ein erfolgreiches und spannendes
neues Jahr zu wünschen! Ich freue mich euch weiterhin auf meiner Webseite begrüssen zu dürfen!
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