Trainingstagebuch 2009
20. Dezember
2009: Frohe Weihnachten
So kurz vor Weihnachten möchte ich es nicht missen, euch
noch ein frohes Fest zu wünschen. Auch ich habe nun wieder
etwas mehr Zeit, zumal ich in dieser Woche ein paar
Prüfungen hinter mich gebracht habe. Ich bin froh, dass
diese ganz gut gelaufen sind, denn so lässt es sich in der
Weihnachtszeit viel besser und ruhiger leben. :-)
Die Blutkontrolle, welche ich nach dem Basler Stadtlauf
machen liess, ergab glücklicherweise nichts
aussergewöhnliches. Das heisst, es war kein Mangel
ersichtlich. Da ich mich schon in der Woche danach im
Training wieder viel besser fühlte und die schweren,
übersäuerten Arme, die ich zuvor kurioserweise während des
lockeren Joggings verspürte, verflogen waren, schloss
der Arzt auf einen Infekt, der nicht ganz ausgebrochen ist,
aber mich bei körperlicher Leistung dennoch beeinträchtigt
hat. So gab ich jetzt meinem Körper genügend Zeit, um sich
zu erholen, damit ich energiegeladen in das Jahr 2010 hüpfen
kann.
Nun wünsche ich euch schöne Weihnachten und eine besinnliche
Zeit mit eurer Familie.
29.
November 2009: Enttäuschung am 27. Basler Stadtlauf

Ein weiterer Leistungsabfall lässt sich auch eine Woche
nach dem Rennen in Bulle, am Basler Stadtlauf,
nicht erklären. Ob dieser "bloss" auf die seit fünf Wochen
fehlenden Schnelligkeitstrainings, welche ich aufgrund einer
Entzündung im Fuss in Kauf nehmen musste, zurückzuführen
ist, ist ungewiss. Die Zweifel sind deshalb berechtigt, weil
ich mich damals anhand den Trainingswerten noch in
bestechend guter Form bewiesen habe. Seither musste ich mich
zwar zur Schonung mit Dauerläufen begnügen, jedoch nie eine
längere Laufpause einlegen. Um einen allfälligen Virus oder
Mangelzustand ausschliessen zu können, werde ich mich
nächste Woche einer Blutuntersuchung unterziehen. Ich bin
enttäuscht, vor allem weil ich hier bei meinem Heimrennen in Basel dem
Publikum, welches wiederum einmalig war, mehr bieten wollte.
Sobald mir über den Grund für meinen momentanen
Leistungszustand mehr Informationen vorliegen, lasse ich es
euch wissen.
22.
November 2009: Ein Rennen zum abhaken
Beim gestrigen Stadtlauf in Bulle kam ich nie richtig
auf Touren, wobei verschiedene Faktoren ihren Teil dazu
beigetragen haben. Auch wenn ich hier nicht alle erläutern
möchte, musste eine genaue Analyse mit dem Trainer dennoch
sein. Diese fällt mir nach misslungenen Darbietungen immer
um einiges schwerer, da ich mich in solchen Situationen am
liebsten von allen Personen entziehen möchte. Aber
schliesslich sind Niederlagen dazu da, etwas aus ihnen zu
lernen... Ein wesentlicher Punkt ist die Vorbereitung,
sprich die Laufeinheiten, die ich beinahe nur noch auf dem
weichen Rasengelände absolvierte, was mir die Spritzigkeit
für das Rennen auf Asphalt genommen hat. Das heisst
allerdings nicht, dass ich fortan den Rasen meiden werde.
Schliesslich rechtfertigt sich meine Entscheidung, vermehrt auf
weichem Gelände zu laufen, ebenfalls mit wesentlichen
Gründen. Ein anderer Punkt ist das intensive
Krafttraining, welches ich vor drei Wochen begonnen und ohne
Rücksicht auf Bulle durchgezogen habe. Die dadurch bewirkten
"schweren" Beine liessen sich dementsprechend langsam
bewegen. Auch wenn mir noch mehr Gründe einfielen, ändert
sich nichts daran, dass Bulle ein Wettkampf zum abhaken war.
Ich hoffe, bei meinem nächsten Rennen einen besseren Tag zu
erwischen.
15. November
2009: Kurzes Feedback und Vorschau auf Bulle
Die Zeit läuft wie verrückt. Seit meinem letzten Eintrag
gibt es folgendes zu berichten. Die Erkältung, die mich vor
drei Wochen noch beeinträchtigte, ist nun wieder
Geschichte... Geimpft habe ich mich nicht... Trainiert habe
ich weiterhin fleissig, obwohl ich auf schnelle Einheiten
aufgrund einer Schwellung am Fuss verzichten musste... Der
nächste Wettkampf lässt nicht mehr lange auf sich warten...
An den Davidoff Swiss Indoors konnte ich die Weltnummer 1
live erleben... Auf dem Weg kurz vor dem Fitnesscenter
kreuzte ich Novak Djokovic. Dieser hatte gerade ein
Krafttraining hinter sich, welches ich leider nicht
mitverfolgen konnte, da ich dafür ein paar Minuten zu spät
gekommen war... Die Fussballfelder, auf denen ich immer
wieder trainiere, werden von Woche zu Woche morastiger, so
dass sich gestern meine Schuhe nach kurzer Zeit mehr als
doppelt so schwer anfühlten (ein 3-4 cm dicker Erdklumpen
blieb an meinen Sohlen haften). Für die Crosssaison scheine
ich wohl gut gerüstet zu sein. :)
Dies wäre sodann die Kurzfassung der wichtigsten
Geschehnisse der letzten drei Wochen. Zu meinem nächsten
Wettkampf möchte ich aber doch noch etwas ausführlicher
informieren. Am nächsten Samstag starte ich zum ersten Mal
am national als auch international sehr gut besetzten
Stadtlauf in Bulle. Speziell an diesem Rennen sind v.a. die vielen
kurzen Runden (10 x 600 Meter), die zu laufen sind. Eine
gewisse Affinität zu Bahnläufen ist somit nicht zu
übersehen. Ich freue mich auf eine gute Stimmung und hoffe
auf schnelle Beine.
25. Oktober
2009: Kurzfristige Absage
Aufgrund einer Erkältung mit bronchialer Entzündung
musste der Start am 1/4 Marathon in Lausanne von heute
Sonntag abgesagt werden. Um nicht noch einen grösseren
Infekt inklusiv einer Zwangspause zu riskieren, war dies
wohl die vernünftigere Entscheidung, auch wenn sie mir alles
andere als leicht gefallen ist. Nun muss ich mich für den
nächsten Wettkampf doch noch etwas gedulden. Das einzige was
jetzt zählt, ist wieder 100%ige Leistungsfähigkeit zu
erlangen und weiterhin gut an mir zu arbeiten.
18.
Oktober 2009: Start beim 1/4 Marathon in Lausanne
In den vergangenen zwei Wochen konnte ich nochmals sehr
gut trainieren und weitere Fortschritte erzielen. Aus diesem
Grund bin ich auch sehr gespannt, was ich bei meinem nächsten
Wettkampf am 25. Oktober über die gut 10 Kilometer lange
Distanz zu leisten im Stande bin. In Lausanne werden am
kommenden Sonntag gleich drei verschiedene Distanzen
angeboten. Neben dem Halbmarathon, bei dem ich vor ein paar
Jahren auch schon zuoberst auf dem Siegertreppchen stehen
durfte, und dem Marathon, trete ich heuer zum ersten Mal
beim 1/4 Marathon (ca. 10,5 km) an. Mit Lausanne verbinde
ich nur gute Erinnerungen, zumal ich dort meinen ersten
Schweizermeistertitel bei den Aktiven holte (HM,
2004).
Leider scheint es nun endgültig vorbei zu sein mit den
warmen Temperaturen in diesem Jahr. Lief mir noch vor zehn
Tagen bei sommerlichen 29° C der Schweiss beim Training nur so runter, ist in der Zwischenzeit der Herbst definitiv
eingetroffen, der Anlass dazu gibt, sich wieder wärmer
einzupacken. Einen Vorteil brachte das nass-kalte Wetter
allerdings doch mit sich: Aufgrund des Regens am letzten
Wochenende wurden die Rasenfelder beim Training der
Fussballer derart durchackert, dass diese zur Schonung während der
gesamten Woche für jegliches Fussballtraining gesperrt
waren. Somit konnte ich die gesamte Anlage für mich alleine
in Anspruch nehmen und um die Plätze ungestört meine Runden drehen.
:-)
4. Oktober
2009: Fussballplätze als neues Trainingsgelände
Aufgeladen und voller neuer Energie stieg ich diese
Woche in eine weitere intensive Trainingsphase ein. Da ich
seit dem Trainingslager in St. Moritz, wo ich den
Hauptanteil meiner Trainings auf Rasen zurückgelegt habe,
sehr angetan bin von diesem grünen Untergrund, habe ich mich
auch hier in Basel nach einem solchen Trainingsgelände
umgesehen... und bin fündig geworden. Meine ideale
Laufstrecke zieht sich nun um die Fussballplätze herum. Da
Basel mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätzen
(meine Laufstrecke führt um acht Fussballfelder) nicht
geizte und diese auch stets in einwandfreiem Zustand behält,
ist es eine wahre Freude auf dem weichen Terrain trainieren
zu können. So kann es nun auch mal vorkommen, dass mir der
eine oder andere
Fussballer für eine Runde Gesellschaft
leistet. :-)
Unten gewähre ich einen kleinen Einblick in meine
Rasentrainings. Die Person neben mir ist allerdings kein
Fussballer, sondern mein Trainingskollege Timon.

27. September
2009: Bist du Schwimmer der Gruppe Nr.1, 2 oder 3?
Diese Woche stand ganz im Zeichen des
Alternativtrainings, um mich von der läuferischen Belastung
der letzten Wochen zu erholen und fit in den nächsten
Trainingsblock starten zu können. Den Hauptanteil machten
die Sportarten Schwimmen, Fahrradfahren und Rudern aus.
Besonders das Schwimmen hat mir viel Spass gemacht, da ich
mich in den letzten Monaten kaum mehr im kühlen Nass bewegt
habe und nun voller Tatendrang war, die erlernte Technik
wieder in Erinnerung zu rufen und auch umzusetzen. Auch
heute habe ich das sonnig warme Wetter noch einmal dazu
genutzt, im Sportbad St. Jakob meine Längen zu schwimmen.
Die einzige war ich dann augenscheinlich nicht und so blieb
mir nebenbei noch genügend Zeit, die anderen Schwimmer zu
beobachten. Dabei machte ich die Feststellung, dass sich
diese grob in drei Gruppen einteilen lassen. Die erste
Gruppe bilden Schwimmer, die die Technik gut beherrschen und
schnell voran kommen. Ein Genuss also, dabei zuschauen zu
dürfen. In der zweite Gruppe sind solche, die sicher schon
den einen oder anderen Schwimmkurs hinter sich gebracht und
offensichtlich auch schon den Profis am Fernseher zugeschaut
haben. D.h. die Unterwasserwendung ist ein MUSS, egal ob es überwasser
deutlich schneller und besser klappen würde. Ganz nach dem
Motto; Hauptsache es sieht gut aus. Die letzte Gruppe bilden
die Brustschwimmer, welche auf den engen Bahnen mit ihrem
raumgreifenden und doch eher langsamen Stil immer ein
unwillkommenes Hindernis beim überholen darstellen. Im
50m-Sportbecken verteilen sich grundsätzlich alle recht gut,
so dass ich mein Programm fast ungestört durchziehen konnte.
Nun kehre ich dem Schwimmbad aber wieder den Rücken und freue mich auf die nächsten
Laufeinheiten.
20. September
2009: 3. Rang an den HM-Schweizermeisterschaften
An den Halbmarathon-Schweizermeisterschaften, die
gestern das erste Mal im Rahmen des Greifenseelaufes (30 Jahre Jubiläum)
in Uster durchgeführt wurden, konnte ich mit einem gut
eingeteilten Rennen und einer ab dem 6. Kilometer
beginnenden Aufholjagd die Bronzemedaille gewinnen. Die
Endzeit von 1:20:25 Stunden ist in Anbetracht des
anspruchsvollen, coupierten Parcours mit ca. 50% Kieswegen,
höher zu werten. Das Laufen war in jenen Passagen sehr
kräftezehrend, da man beim Abdruck jedes Schrittes ein
kleines Stück nach hinten wegrutschte. Ich bin auch absolut
zufrieden mit meiner Renneinteilung, die ich nicht viel
besser hätte gestalten können. Aufgrund meines sorgfältigen
Aufbaus (bisher 10 Wochen Lauftraining), bin ich während
einer Trainingseinheit noch nie länger als 65 Minuten
gelaufen, was für eine gute Zeit im Halbmarathon nicht
ausreichend ist. Dieses Defizit in der Tempohärte bekam ich
v.a. in den letzten fünf Kilometer, die ich mich
richtiggehend durchbeissen musste, zu spüren. Ich bin froh,
konnte ich mich erneut auf meine innere Uhr verlassen, die
mir nach dem ersten schnellen Kilometer (3:30 Min.)
eine Tempodrosselung ans Herz legte. Dank dessen konnte ich
ab dem sechsten Kilometer wieder aufdrehen und bis ins Ziel
zehn Positionen gut machen und gar bis auf 9 Sekunden an die
2. Platzierte heran laufen! Mehr lag gestern definitiv nicht
drin und dementsprechend fühlte ich mich nach dem
Zieleinlauf wie eine ausgepresste Zitrone, die den letzten
Tropfen an Energie aufgebraucht hatte. Ich freue mich sehr,
dass es dieses Jahr trotzdem noch zu einer
Meisterschaftsmedaille gereicht hat. Mit der HM-SM ist nun
ein intensiver Trainingsblock zu Ende gegangen. Aufgrund
meiner Trainingsperiodisierung steht somit nächste Woche
aktive Erholung mit Alternativtraining an. Weitere News
folgen dann...
14.
September 2009: Start an den HM-Schweizermeisterschaften
Seit gestern bin ich wieder zurück in Basel. Das
Training in der Engadiner Höhe verlief gut und ich fühle
mich bereit für einen weiteren Wettkampf. Dieser lässt auch
nicht mehr lange auf sich warten, denn schon am nächsten
Samstag werde ich nach 1,5 Jahren wieder einmal einen
Halbmarathon unter die Füsse nehmen. War es damals die
HM-SM, so ist dies auch im jetzigen Fall nicht anders. Die
Halbmarathon Schweizermeisterschaften werden heuer nicht
mehr in Oberriet (SG), sondern im Rahmen des Greifenseelaufes in Uster ausgetragen. Ich bin gespannt, wie weit ich
mit meinem Training schon vorwärts gekommen bin und freue
mich auf diese Standortbestimmung.
5. September 2009: Gutes
Semesterferienende
Die Semesterferien enden für mich in zweierlei Hinsicht überaus positiv.
Erstens habe ich heute erfahren, dass ich meine Abschlussprüfungen des
Grundstudiums in Rechtswissenschaften erfolgreich bestanden habe und zweitens
bin ich am letztem Dienstag wieder nach St. Moritz zurückgekehrt, um die letzten
Tage vor dem Semesterbeginn nochmals für ein Höhentraining zu nutzen. Somit
bleibt mir noch eine gute Woche im Engadin, bevor wieder sitzen, schreiben und
zuhören angesagt ist. Auch das Training läuft nach meinem Geschmack und ich
freue mich über das immer bessere Gefühl und die aufkommende Kraft in meinen
Beinen. Zur Zeit sind hier zwar nicht mehr so viele Leichtathleten, doch dafür
ist auf dem St. Moritzersee ein reger Betrieb mit den Segelwettkämpfen (St.
Moritzer match race). Es ist eine willkommene Abwechslung einmal live dabei
zuschauen zu können. Aber ehrlich gesagt, an die Spannung und Dynamik der
Laufwettbewerbe kommen die Segler längst nicht heran. :-)
Liebe Grüsse Deborah
27. August:
Sieg am Liestaler Stadtlauf
Nach dem mehrwöchigen Trainingsaufenthalt in St. Moritz
freute ich mich sehr, wieder einen Wettkampf bestreiten zu
können. Dazu bot sich gestern mit dem 12 Kilometer langen Liestaler
Stadtlauf eine gute Gelegenheit. Das Rennen wollte ich
mir gut einteilen, um kontrolliert stets ein gleichmässiges
Tempo laufen zu können. Dies gelang mir dann auch sehr gut.
Besonders das Gefühl, das ich während des Laufes hatte,
stimmte mich sehr positiv, da ich die Lockerheit bis zur
Ziellinie bewahren und den Lauf mit einem Lächeln beenden
konnte. Das einzige, das mich etwas wurmte war, dass ich
mehrmals mit dem Namen "Anita" angefeuert wurde. Als ich
einen Kilometer vor dem Ziel eine Gruppe von Nordic-Walkern
überholte und diese dann den vollen Namen aussprachen,
konnte ich mir einen Kommentar dazu nicht verkneifen. Auch
wenn es natürlich auch eine Ehre ist, mit dem ehemaligen
Schweizer Aushängeschild, Anita Weyermann, verglichen (oder
besser verwechselt) zu werden, will ich doch lieber meine
eigene Marke aufbauen...

Reklamationen
wegen der schlechten Bildqualität bitte an meinen Vater
weiterleiten. ;-)
24. August 2009: Zurück aus St.
Moritz und Blick nach vorne

1.Bild: Die besten Langstreckenläufer
der USA (von links: Evan Jager, Matt
Tegenkamp, ich, Chris Solinsky, "Vize-Coach" Pascal, Tim
Nelson)
2. Bild: Auf der Trainingsanlage mit 1'500m-Weltmeisterin
Maryam Jamal
Die zwei Wochen in St. Moritz sind wie im Flug vorüber gegangen. Dies lag
sicherlich erstens daran, dass mir das Training unheimlich viel Spass gemacht
hat, weil ich die Laufeinheiten planmässig und beschwerdefrei absolvieren
konnte, zweitens auch wegen den traumhaften Wetterverhältnissen und drittens
wegen den tollen Bekanntschaften, die ich mit diversen Sportlern machen durfte.
Kaum in Basel zurückgekehrt, freue ich mich auch schon auf die ersten
Wettkämpfe, die bereits diese Woche ihren Anfang nehmen. Da ich in diesem Jahr
gezwungenermassen auf die Bahnsaison verzichten musste, hoffe ich nun umso mehr
auf eine erfolgreiche Bilanz in den Herbst- und Wintermonaten. Auch wenn mir zur
Zeit sicherlich noch ein Stück zu meiner gewünschten Form fehlt, mache ich von
Woche zu Woche an Boden gut und freue mich momentan einfach darüber, endlich
wieder intensiv trainieren zu können.
Als erstes schnelles "Training" nutze ich am folgenden Mittwoch den Liestaler
Stadtlauf (12 km).
16. August 2009: Gute
Trainingswoche und WM-Beginn in Berlin
Die erste der beiden letzten Wochen, die ich in St. Moritz bei prächtigem Wetter ausgezeichnet
zum trainieren nutzen konnte, ist verbracht. Darunter waren meine zwei
ersten beiden schnellen Einheiten seit langer Zeit. Es fühlt sich gut an, wieder mehr
Gas geben zu können! Der Hauptanteil der Laufkilometer lege ich auf
Rasenuntergrund zurück. Durch das weiche Terrain verkrafte ich die Trainings
viel besser und erhole mich deutlich schneller. Die vergangene Woche trainierten
hier immer noch viele Läufer (meist ganze Clubs). Die Spitzenläufer, die sich in
St. Moritz auf die WM in Berlin vorbereitet haben, haben entweder schon, oder
werden in Kürze das Engadin verlassen. Die drei amerikanischen 5'000
Meter-Läufer, mit denen ich nun drei Wochen viel geredet und gelacht habe, aber
auch einiges über dessen Training erfahren habe, werden morgen in den Flieger
nach Berlin einsteigen. Auch eine US-10'000 Meter-Läuferin, mit der ich auf der
Bahn ein paar Runden drehte, ist gestern Abend ausgezeichnete 6. und damit beste
Nichtafrikanerin geworden. St. Moritz scheint also ein gutes Pflaster zu sein
und man darf auf die weiteren Leistungen der Amis gespannt sein. Ich habe mich
besonders gefreut, dass ich neben Alberto Salazar gestern auch Kara Goucher, ein
Vorbild von mir, persönlich kennen lernen durfte. Eine sehr sympathische Frau,
die mich mit ihrer Lebensgeschichte und dem Verlauf ihrer Karriere unheimlich
beeindruckt hat, weil mir doch sehr vieles bekannt vorkam. Durchhaltewille und
Beharrlichkeit zahlen sich irgendwann aus!
Liebe Grüsse aus der Höhe
Deborah
9. August 2009: Fit für den
nächsten Trainingsblock
Leider gelang es mir aufgrund technischer Störung nicht, auf meinem Heimcomputer
einen Bericht und Fotos aus St. Moritz online zu stellen. Nach ein paar Tagen,
die ich zuhause verbracht habe, um etwas für mein Studium zu erledigen und
gleichzeitig nach der trainingsintensiven Zeit meinem Körper aktive Erholung zu
gönnen, bin ich nun wieder ins Engadin zurückgekehrt. Es folgt nun eine
intensive Trainingsphase, die fortan auch mit schnellen Einheiten gekennzeichnet
ist. Ich freue mich sehr, noch einmal hier trainieren zu dürfen. Die kommenden
Tage werde ich gut dazu nutzen. Auch die Amis sind immer noch da, womit
interessante und unterhaltsame Gespräche garantiert sind!
Dass es aber im Hotel nicht nur Läufer hat, zeigt auch eine Unterhaltung, die
ich hier mit einem deutschen Ehepaar führte. Dieses war enorm erstaunt darüber,
dass St. Moritz derart sportliche Einwohner habe und vor allem so viele
"elegante" Läufer. Ich habe ihnen dann gesagt, dass dies sehr wahrscheinlich an
der guten Höhenluft läge. Ein weiterer Aufenthalt des Pärchens hier in St.
Moritz ist somit auch schon sicher. ;-)
Liebe Grüsse und bis bald Deborah
29. Juli 2009:
Schweizermeisterschaften im Letzi
Am kommenden Wochenende werden im neu erbauten Zürcher Letzigrund die Schweizer
Leichtathletikmeisterschaften ausgetragen. Auch wenn ich nicht daran teilnehmen
werde, da ich mich noch bis am folgenden Dienstag in St. Moritz aufhalte und
dieser "Schnelligkeitstest" zu früh für mich kommt, möchte ich den Organisatoren
mit einer Werbeeinlage auf meiner Homepage helfen, noch mehr Publikum
anzulocken. Für Schweizer Athleten/innen bietet sich nicht oft die Gelegenheit,
im legendären Zürcher Letzigrung zu laufen. Damit in dem gigantischen Stadion
auch eine tolle Stimmung herrscht, die die Athleten zu Höchstleistungen
aufkommen lässt, ist ein grosses Publikum unabdingbar. Da dies die letzte
Gelegenheit ist, sich für die Weltmeisterschaften in Berlin zu qualifizieren,
ist bestimmt der eine oder andere auf eure Unterstützung speziell angewiesen.
Die Organisatoren haben keine Aufwendungen gescheut und sogar für eine
musikalische Einlage mit Stafanie Heinzmann gesorgt. Weitere Informationen rund
um die SM sind hier zu finden.
Liebe Grüsse Deborah

26. Juli 2009: Ein Hauch Amerika
Eine weitere Woche in St. Moritz neigt sich dem Ende zu. Das Training konnte
ich im Vergleich zur ersten Woche deutlich steigern und somit weitere
Fortschritte erzielen. Zur Zeit kommen täglich ca. 1,5 Stunden Lauftraining
zusammen, die ausserdem mit viel Gymnastik, Laufschule und Kräftigungsübungen
ergänzt werden. Das Wetter hat mit Ausnahme des einen verschneiten Tages stets
mitgespielt und so konnte ich täglich bei traumhaften Bedingungen meine Runden
drehen. In jenem Hotel, in dem ich untergebracht bin, ist vor einer Woche auch
ein Teil des US-Langstreckenteams eingetroffen. Dieser bereitet sich hier auf
die im August anstehenden Weltmeisterschaften in Berlin vor. Ich muss sagen, das
ist eine echt nette, aufgestellte, zugängliche und lockere Truppe, die mich
sogar gefragt hat, ob ich nicht jeweils mit ihnen zusammen am Tisch essen
wolle. Natürlich habe ich da nicht nein gesagt. :) Nebst dem Englisch, welches
ich wieder etwas aufpeppen kann, profitiere ich vor allem von ihrer Erfahrung
als Weltklasseläufer. Besonders ihre lockere, aber dennoch seriöse und top
professionelle Einstellung ist enorm ansteckend.
So, gleich geht es heute zum zweiten Mal auf die "Piste".
Bis bald und liebe Grüsse Deborah
18. Juli 2009: Frau Holle kann's
nicht lassen
Nach einer Woche, die ich nun schon in St. Moritz verbracht habe, bin ich
zufrieden mit dem bisher verlaufenen Training. Das heisst, ich konnte
schmerzfrei laufen und steigere die Laufdauer nun in Abschnitten von mehreren
Tagen um ein kleines Stück. Täglich teile ich das Laufpensum in zwei Einheiten
ein (morgens und nachmittags). Wie jedes Jahr tummeln sich im Juli viele Hobby-
und Leistungssportler um den St. Moritzersee (& Umgebung). Auch ich habe für
meine Dauerläufe eine tolle Begleitung gefunden, mit der die Zeit noch schneller
vorüber geht, als ohnehin schon. :) Heute morgen allerdings wollte ich meinen
eigenen Augen nicht trauen, als ich den Vorhang öffnete und in eine verschneite
Landschaft blickte. Sogar im Hochsommer ist man in St. Moritz vor winterlichen
Verhältnissen nicht gefeit. Das war wieder so ein Moment, in dem ich mich
fragte; wo zum Kuckuck bleibt die Erderwärmung?!? Aber zum Glück bin ich für
alle Wetterlagen gut gerüstet.
Auch gestern sah ich etwas, was ich bisher nur im Fussball für möglich hielt:
Nach dem Training wollte ich meinen Rucksack holen, den ich auf eine Bank legte,
die ich mit einer polnischen Sprintermannschaft teilte. Wo dort doch für
gewöhnlich Sportgetränke aufzufinden sind, stand neben einer Trainingstasche
eine offene Bierdose (Löwenbräu)!! Da fragt sich, wenn während des Trainings
Bier getrunken wird, womit ist die Flasche dann erst bei einem Wettkampf
gefüllt?! Die Polen nehmen das ganze augenscheinlich lockerer als wir Schweizer.
Ob dies auch zu besseren Leistungen führt, ist jedoch zu bezweifeln.
Ich freue mich, euch von weiteren Fortschritten und ev. auch von lustigen
Episoden berichten zu können.
Mit lieben Grüssen
Deborah
8. Juli 2009:
Zwischenstopp in Basel
Nachdem ich Mitte letzter Woche von St. Moritz nach
Hause gekommen bin und nun hier ein paar Tage verbracht
habe, werde ich mich am Freitag das zweite Mal auf den Weg
ins Oberengadin machen. Da die Wadenbeinbeschwerden bei der
Laufbelastung noch nicht vollständig abgeklungen waren, war
ich deshalb oft laufend (also nicht rennend) unterwegs.
Allerdings habe ich in der Woche mindestens das doppelte an
Kilometern zurückgelegt, als das, was ich sonst bei einer
normalen Trainingswoche
absolviere. Somit konnte ich auch einen guten Trainingseffekt
erzielen, denn die langen Wanderungen waren für mich eher
ungewohnt und gingen auch etwas in die Beine. Jedenfalls fiel ich
abends nicht weniger müde ins Bett...
Der folgende Aufenthalt in St. Moritz dient nun in erster
Linie einem sorgfältigen Aufbau. Das Augenmerk ist somit
nicht, wie sonst üblich mitten in der Bahnsaison auf die
Schnelligkeit, sondern auf eine solide Basis mit Dauerläufen
gelegt. Dies bedeutet, dass ich im Herbst wieder angreifen
möchte.
1. St. Moritz
2. Auf dem Bernina-Pass
3. Der Morteratsch Gletscher
4. Engadiner Inline Marathon (Maloja - S-chanf): Spitze der
Männerprofis
18.
Juni 2009: Weiter geht's!
Endlich! Die Prüfungen sind alle geschrieben. Ob ich
diese auch erfolgreich abgelegt habe, wird sich spätestens
Ende August/Anfang September zeigen, wenn wir Studis unsere
Ergebnisse zugeschickt bekommen. Vorerst wird aber der Kopf
gelüftet und deshalb wende ich mich wieder komplett dem
Sport zu. Leider hat dort die Berg- und Talfahrt in den
letzten Wochen noch kein Ende genommen. Vielleicht war die
Belastung zusammen mit dem Studium gegen Ende des Semesters
etwas zu gross. Denn wer mich kennt, der weiss, dass bei mir
das Training das letzte ist, was gekürzt wird, komme was
wolle. So kam es, dass ich in der Phase vor den Prüfungen,
als ich deutlich intensiver lernen musste, die Zeit beim
nächtlichen Schlaf eingespart habe. Somit bedeutete ein
durchschnittlich zwei Stunden kürzeren Schlaf auch eine
verkürzte Erholungsphase. Dies war mir natürlich schon
vorher bewusst, doch wollte ich das Training
nicht vernachlässigen, blieb mir keine andere Wahl. Nun gut,
momentan stellt sich dieses Dilemma nicht mehr und die
Erholung erhält wieder ihren vollen Stellenwert. Die Beschwerden
am Wadenbein, die mich die letzten Wochen behindert haben,
sind auch schon deutlich besser geworden, so dass ich die
nächste Woche in St. Moritz trainieren werde. Ich hoffe,
dass das Wetter auch mitspielt, damit nebst der guten
Höhenluft und der wunderschönen Gegend auch eitler
Sonnenschein das Training versüssen.
28. Mai 2009:
Da bin ich wieder!
Trainieren, Essen, Lernen, Essen, Lernen, Trainieren,
Essen, Lernen, Schlafen. So in etwa sieht zur Zeit mein
Tagespensum aus. Auch wenn dies jetzt vielleicht etwas
eigenartig klingen mag, aber mir gefällt diese Kombination. Natürlich lerne ich nicht das ganze Jahr über so
intensiv. Im Moment ist dies aber dringend notwendig, da in
der kommenden Woche die Erstjahreskursprüfungen der
Jus-Studenten beginnen. Jetzt muss also das gesamte
Lernmaterial der letzten neun Monate im Kopf gespeichert
werden, um dies auch im entscheidenden Moment (innerhalb den
jeweils 2 Stunden andauernden Prüfungen) abrufen zu können.
Keine Frage - ich bin auch froh, wenn ich spätestens ab
Mitte Juni die Bücher wieder für einige Zeit in den Schrank
räumen kann und wieder mehr Zeit zur Erholung resp. zum
Schlafen bleibt. Schliesslich geht die gestohlene Stunde
Schlaf, die ich am Abend stattdessen fürs Lernen einplane
oder morgens wegen dem vorgezogenen Training wegfällt, auch nicht spurlos an mir vorbei. Im Training ging es
in den letzten Wochen immer wieder einmal bergauf, dann
wieder bergab. Gemeint sind damit nicht Hügelläufe, sondern
der Gesundheitszustand. Zur Zeit bin ich an einem
"Anstieg"... Wettkämpfe werde ich aber erst wieder nachdem
alle Prüfungen geschrieben sind bestreiten.
Zu einem Bericht
der etwas anderen Art aus der Basellandschaftlichen Zeitung
geht es hier (siehe unten
rechts: "Wenn ich Königin von Basel wäre").
3. Mai 2009:
Sieg und wieder Streckenrekord
Beim Zunzger-Waldlauf, an dem ich heute teilgenommen
habe, konnte ich dem Resultat vom letzten Wochenende (Lupsingerlauf)
gerecht werden und habe auch hier mit dem 1. Platz einen
neuen Streckenrekord aufgestellt. Allerdings fühlte ich mich
heute während des Laufes nicht ganz so locker wie vor einer
Woche. Vielleicht lag es auch daran, dass nicht wie üblich
alle Läufer/innen zusammen gestartet sind, sondern alle
Teilnehmer ihre Startzeit selbst bestimmen konnten (sog.
Jagdstart). Alle fünf Minuten bot sich eine solche
Startgelegenheit und dies von 10:00 bis 14:00 Uhr. Folglich
kam es auch so, dass ich die zwei Runden à je 3.5 Kilometer
"alleine" gelaufen bin. Aber auch so habe ich den Wettkampf
genossen zumal die Strecke, die durch den Wald führte, sehr
abwechslungsreich war und mir mit ihren vielen
Richtungswechseln, sowie dem coupierten Profil einiges
abverlangte.

26. April
2009: Sieg und Streckenrekord am Lupsinger-Lauf
Gestern habe ich nach einer mehrmonatigen
Wettkampfabstinenz wieder ein Wettrennen bestritten. Dazu
eignete sich der sehr hügelige Lupsinger-Lauf bestens,
der heuer mit seiner 20. Austragung ein Jubiläum zu feiern
hatte. Bei warmen und sonnigen Wetterverhältnissen wurden
wir Läufer am Nachmittag auf den 12,3 Kilometer langen
Rundkurs geschickt. Ich habe den Wettkampf genutzt, um
wieder einmal für eine längere Zeit schön zügig zu laufen.
Dass dabei gleich ein Streckenrekord heraus schaute war dann
auch das Tüpfchen auf dem i. Mit diesem Lauf verbindet
mich eine schöne und unvergessliche Kindheitserinnerung, da
ich damals als 10-Jährige in Lupsingen einen meiner ersten
Erfolge verzeichnen konnte (siehe unter Resultate:
Volksläufe). Die Organisation war wie in den
vorhergegangenen
Jahren ausgezeichnet und aus meiner Sicht rundum gelungen.
Auch die Rangverkündigung entschädigte mehr als genug für
den Einsatz, wobei in allen Kategorien noch bis zum 20. Rang
ein Preis verliehen wurde. Sozusagen gingen am Schluss fast
alle als Sieger nach Hause.

14. April
2009: Ostern ade, Sommer juhe!
Ich hoffe, ihr habt alle das verlängerte
Osternwochenende genossen. Das prächtige Wetter war ja
schliesslich Anlass genug, sich draussen in der Natur zu
bewegen. Auch ich habe die paar freien Tage genutzt, um
ordentlich zu trainieren (und um zu lernen :-/). Zum
Wettkampf, den ich eigentlich am Ostersamstag zu bestreiten
beabsichtigt habe (GP Fricktal), kam es allerdings nicht.
Dies lag daran, dass das frühlingshaft warme Wetter nicht
nur die Menschen aus ihren Häusern lockte, sondern v.a. auch
die Pollen aus ihren Blüten und Knospen. Da ich besonders in
der jetzigen Phase (Ende März/April) am deutlichsten auf
diesen Reiz allergisch reagiere, habe ich mich, aus Vorsicht
vor einer allfälligen unerwünschten Reaktion während dem
Rennen, gegen einen Start am 10 Meilen-Lauf entschieden.
Stattdessen diente ein Tempolauf an der Wiese als
Alternative. Nun stehen ein paar lockerere Einheiten an,
bevor es am Wochenende wieder zur Sache gehen kann...
5. April 2009:
Sommerzeit - Wecker bereit
Mit dem Lauftraining geht es weiterhin vorwärts. Auch
die Umstellung auf die Sommerzeit bringt ihre Vorteile mit
sich. Da ich unter der Woche meist erst am Abend nach der
Uni mein Lauftraining absolviere, komme ich nun in den
Genuss, dies trotzdem noch bei Tageslicht tun und so ein
paar Sonnenstrahlen auffangen zu können. Nur am Morgen
musste ich mich anfangs schon ziemlich aufraufen, wobei mir
ein doppelt gestellter Wecker gerade recht kam. Die innere
Uhr lässt sich eben nicht so einfach auf Knopfdruck
umstellen. In der Zwischenzeit hat sich aber auch diese
angepasst. So fällt mir auch die erste Trainingseinheit vor
Beginn der morgendlichen Vorlesungen wieder leichter. Mitte
dieser Woche schränkten mich allerdings muskuläre
Probleme am Oberschenkel beim Training etwas ein. Diese
haben sich ein paar Tage später glücklicherweise
gebessert, so dass ich wieder dem geregelten Lauftraining
nachgehen konnte. Ich hoffe, dass das Training in der
nächsten Woche gut von statten geht, damit ich über Ostern
einen Wettkampf in Angriff nehmen kann.
22. März
2009: Fahrrad in Front - ein gutes Zeichen!
Diese Woche sah man mich in der Lange Erle das erste Mal
in diesem Jahr laufend hinter dem Fahrrad meines Vaters. Das
bedeutet, dass es erstmals wieder zur Sache ging und ich
mich richtig sputen musste. Zusammen mit meinem
Trainingskollegen absolvierte ich ein Intervalltraining.
Dabei musste ich, wie allerdings schon erwartet,
feststellen, dass der Nachholbedarf ziemlich gross ist und
noch einige Schweisstropfen werden fliessen müssen, um
wieder zur alten Stärke zurück zu finden. Aber da ich sehr
gerne laufe und dabei auch gerne schwitze sind das schon
einmal gute Voraussetzungen. :-)
Ich hoffe, mein Training weiterhin sukzessive steigern zu
können, damit meine Formkurve noch mehr nach oben zeigt, um
in absehbarer Zeit auch meine nächsten Wettkämpfe in Planung
zu nehmen.
15.
März 2009: Trainingseinblick
Die Belastungssteigerung hat auch in dieser Woche seine
Fortsetzung gefunden. Das erste Mal bin ich nun eine volle
Stunde am Stück gelaufen, was auch sehr gut ging. Aufgrund
dessen, dass ich die Dauerläufe gut vertragen habe, werde
ich in der kommenden Woche ein paar schnellere Trainings
einbauen. Somit nimmt die Belastungssteigerung nicht mit der
Verlängerung der Laufdauer, sondern mit der Erhöhung der
Geschwindigkeit ihren Lauf. Nachdem ich gestern zusammen mit
meinem Vater gerannt bin, musste sich dieser heute erholen
und hat die Gelegenheit genutzt ein paar Fotos vom heutigen
Finnenbahntraining zu schiessen. Ich wiederum konnte,
alleine laufend, getrost einen Zacken zulegen. ;-)

8. März 2009: Regen, Hunde und ich
Auch in dieser Woche konnte ich die Belastung leicht
steigern und in diesem Rhythmus Tritt fassen. Das Wetter war
allerdings alles andere als ich mir erhofft hatte. Aber das
Gute daran war immerhin die reine Luft, die durch den Regen
gesäubert wurde und folglich pollenfrei war. Somit blieben
mir rote Augen erspart... Im wahrsten Sinne des Wortes traf
ich bei dem Hundewetter während meinen Lauftrainings beinahe
nur Hunde mit ihren Besitzern an. Da ich beim Kreuzen mit
Hunden stets vorsichtig bin und lieber einmal zuviel
anhalte, merkt man mir den Respekt wahrscheinlich sichtlich
an. So sagte mir letztens das Herrchen, als sein Schäferhund
an mir schnüffeln wollte, dass ich keine Angst zu haben
brauche - sein Hund habe gerade erst gegessen. Na, wenn das
mal kein Grund zum Aufatmen ist!
1. März 2009: Step by Step
Bei meinem Aufbautraining geht es weiterhin vorwärts.
Zur Zeit bin ich bei 40 Laufminuten pro Tag angelangt. Ihr
seht also, dass ich die Belastung nur langsam steigere. Aber
diese Methode hat sich bis anhin bewährt und so freue ich
mich täglich über neue kleine Fortschritte. Zusätzlich freue
ich mich über die angenehm milden Temperaturen, die über das
Wochenende eingekehrt sind. Bin ich vor einer Woche noch
dick vermummt nach draussen gegangen, so konnte ich gestern
das erste Mal kurze Kleidung tragen. Der einzige Minuspunkt,
den der Frühling jährlich mit sich bringt, ist die
Pollenallergie. So fingen gestern meine Augen wieder kräftig
an zu jucken. Aber dank dem, dass ich meine Allergie (v.a.
gegen Esche/Birke) relativ gut in den Griff bekommen habe,
beeinträchtigt mich diese nur noch geringfügig bei
sportlicher Betätigung. So hoffe ich aber, dass das Wetter
die nächste Woche so bleibt, damit ich von der
vorlesungsfreien Zeit an der Uni (schönster Nebeneffekt der
Fasnacht :-)) auch was habe!
23. Februar 2009: Weite Fortschritte
Nachdem ich in der letzten Woche täglich eine halbe
Stunde laufen konnte, freue ich mich darüber, dass meine
Achillessehne diese Belastung gut mitgemacht hat. Mit dem
zurück gewonnenen Vertrauen in die rechte Ferse fühle ich
mich auch bereit, die Laufdauer in kleinen Schritten (+ je 5
Minuten) zu erhöhen. Ich hoffe, die kommenden Wochen über
weitere Fortschritte berichten zu können...
20. Februar 2009: Homepage auf Platz 2
In der Basler Zeitung von gestern wurden die fünf besten
Homepages von regionalen Sportlern erkoren. Die Kriterien
für einen Platz unter den ersten fünf waren Aktualität,
Aufmachung, Benutzerfreundlichkeit, Informationsgehalt und
Unterhaltungswert. Für die Wertung wurden nur Einzelsportler
berücksichtigt. Warum ich auf den zweiten Platz gewählt
wurde erfährt Ihr mit einem Klick auf diesen Link.
15. Februar 2009: Erste Laufversuche geglückt!
Nach meiner Achillessehnenentzündung habe ich in dieser
Woche die ersten behutsamen Lauftrainings (je 20-30 Minuten)
zurückgelegt, und das zum Glück schmerzfrei. Ein super
Gefühl, das man besonders nach einer längeren Laufpause
wieder viel mehr zu schätzen weiss. Doch nun gilt es
weiterhin, die Belastung sachte zu steigern, um ja keinen
Rückschritt zu riskieren. Auf jeden Fall zeigen die
Physiotherapie, als auch die Kräftigungsübungen ihre
positive Wirkung. Über den weiteren Verlauf halte ich Euch
auf dem Laufenden...
Da ich mich beim Laufen zur Zeit noch nicht auspowern kann,
ging ich die letzte Woche ein paar Male in ein Hallenbad, um
zu schwimmen und dabei meine Energie los zu werden. War ich
es aus Lanzarote noch gewohnt, eine 50m-Bahn meistens für
mich alleine zu haben, musste ich mich nun wohl oder übel
mit andere Bedingungen abfinden. Da die tief-winterlichen
Temperaturen auch viele andere Menschen vermehrt ins Hallenbad
zogen, zählte ich das letzte Mal sage und schreibe 28 Leute,
die sich im 25 x 10 Meter "kleinen" Schwimmbad tummelten.
Glücklicherweise konnte ich mir einen Platz am einten
Beckenrand ergattern und blieb somit von einem
Zick-Zack-Schwimmen verschont. Jetzt bin ich froh, das
Terrain wieder wechseln zu können und mir beim Laufen im Wald keinen Weg zwischen vielen
Leuten bahnen zu müssen. Auch bedarf es keiner extremen Aufmerksam
mehr, um, wenn erforderlich, immer wieder einmal
abbremsen oder stoppen zu müssen, damit ich nicht Gefahr
laufe, mit jemand anderem zu kollidieren. Es gibt doch
nichts schöneres als
laufen! :-)
6. Februar 2009: Achillessehnenentzündung verhindert
Lauftraining
Am Dienstag bin ich wieder sicher auf Schweizer Boden
gelandet. Den dreiwöchigen Aufenthalt auf der Kanarischen
Insel Lanzarote wollte ich für ein intensives Laufprogramm
nutzen. Doch eine Entzündung in der rechten Achillessehne
verunmöglichte mir, auch nur annähernd die geplanten
Laufeinheiten zu absolvieren. Die letzten beiden Wochen
verbrachte ich dann hauptsächlich im Wasser, wo ich mich
teilweise auch einigen Triathleten angeschlossen hatte. Die
ganze Situation war sehr ärgerlich, da ich den Aufwand,
dorthin zu reisen nur auf mich genommen habe, um bei den
warmen Temperaturen besser trainieren zu können. Den Rest
der Zeit habe ich dann genutzt, um nicht noch mehr Schaden
anzurichten und die Sehne möglichst zu entlasten, damit es
auch schneller heilt, also war Schwimmen die naheliegendste
Alternative. Gleich nach meiner Ankunft in Basel hatte ich
auch schon einen Termin beim Arzt, der mich sogleich zum
Physiotherapeuten weiterschickte. Gerissen ist zum Glück
nichts, aber eben halt einfach entzündet. Was mich noch
überraschte, war, dass ca. 80 % von denjenigen, die ich dort
im Club La Santa kennen gelernt hatte (davon waren alle
Triathleten) bereits einmal dieselbe Verletzung durchgemacht
hatten. Jeder gab mir seine persönlichen Erfahrungen und
Tipps mit auf den Weg, aber schliesslich muss doch jeder
selber spüren, was ihm gut tut und was nicht. Mir kam es
schon so vor, als hiesse es "Willkommen im Klub". Stolz
darauf bin ich ja wirklich nicht, aber jetzt hilft jegliches
wenn und aber nichts. Ich bin froh, in guten Händen zu sein
und zuversichtlich, dass ich bald wieder laufen kann.
Was lief sonst noch dort? Da mich die Verletzung
verständlicherweise am meisten bedrückte, sind all die
positiven Eindrücke in den Hintergrund getreten. Die
Bedingungen waren mit wenigen Ausnahmen ideal, d.h. 3-4 Mal
kamen heftige Stürme auf, die dann ziemlich
ungemütlich wurden. Sonst war das Wetter ideal und angenehm
warm. Auch der Kontakt mit den anderen Sportlern macht jenes Hotel so einzigartig. Jährlich trifft man wieder auf
bekannte Gesichter aus dem Vorjahr und hat sich immer viel
zu erzählen. Genug zu tun hatte ich auch mit den Büchern fürs
Studium. Auch der Fernseh-Entzug war kein Problem. Doch v.a.
mein Bruder, der mir in der letzten Woche noch Gesellschaft
leistete, beklagte sich über die mangelhaften
Informationsquellen (einzige Fernseher standen im
Fitnessraum und in einem Restaurant, wo stets Eurosport
lief/ keine Schweizerzeitung/ Internetverbindung mit
Zeitlupengeschwindigkeit). Mit viel Luxus ist man dort nicht
ausgestattet, doch macht u.a. genau diese Eigenschaft den
Ort zu einem super Trainingsstandort.

1. Das 50 Meter
Sportbecken
2. Startklar für das anstehende Schwimmtraining
3. Der Hometrainer dient für einmal als "Fernsehsessel".
Leonard fiebert mit Roger Federer mit, der im Final des
Australian Open gegen Raffael Nadal spielt. Leider hat es
nicht geholfen :-(
4. Ab und zu kann es auf Lanzarote auch so aussehen: zum
Glück aber die Ausnahme!
5. Beim "sünnele" auf der Terrasse
6. Beim Nachtessen
12. Januar
2009: Ehrung der Basler
Sportchampions 2008

1. Übergabe der
Urkunde für meine beiden CH-Meistertitel (5'000 & 10'000m)
2. Mannschaft des Jahres: FC Basel
12. Januar
2009: Start ins 2009
Die Koffern sind bereits gepackt, denn morgen früh
fliege ich nach Lanzarote, um für drei Wochen bei warmen
Temperaturen trainieren zu können. Eingepackt habe ich vor
allem auch viele Bücher, da ich mir fest vorgenommen habe,
auch dort im Trainingslager Literatur für mein Jura-Studium
zu lesen, um stets am Ball zu bleiben und nach den
Semesterferien wieder mit gutem Gewissen in das 2. Semester
starten zu können. Ausnahmsweise bin ich sogar einmal froh
darüber, dass es dort keinen Fernseher im Apartment gibt. So
bleibt mir jegliche Ablenkung, die mich von den Büchern
halten, erspart und die Qual der Wahl entfällt von alleine.
Heute gibt es aber noch etwas spezielles zu erledigen. Am
Abend findet in der St. Jakobshalle die Basler
Sportlerehrung statt. Dort werden jährlich alle
Schweizermeister/innen aus der Region Basel ausgezeichnet.
Ich freue mich immer sehr auf diesen Anlass und bin froh,
dass ich gerade noch einen Tag, oder besser gesagt wenige
Stunden vor meiner Abreise daran teilnehmen kann. Dies ist
eher ein Zufall, habe ich doch schon vor mehreren Monaten
dieses Trainingslager geplant und erst viel später vom
Termin der Ehrung Kenntnis genommen.
Viel schlafen
werde ich in dieser Nacht wohl nicht können, denn morgen
muss ich mich bereits um 4 Uhr früh am Flughafen von Basel
befinden.
Ich werde, sofern mir die Internetverbindung vom Club la
Santa keinen Streich spielt, natürlich versuchen, von dort
aus weitere Einträge ins Netz zu stellen. Da zur Zeit von
der Erderwärmung nicht viel zu spüren ist, werde auch fest
an Euch denken, damit auch Ihr etwas von der Wärme
abbekommt! :-)
Mit lieben
Grüssen
Deborah |