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Trainingstagebuch 2009

20. Dezember 2009: Frohe Weihnachten
So kurz vor Weihnachten möchte ich es nicht missen, euch noch ein frohes Fest zu wünschen. Auch ich habe nun wieder etwas mehr Zeit, zumal ich in dieser Woche ein paar Prüfungen hinter mich gebracht habe. Ich bin froh, dass diese ganz gut gelaufen sind, denn so lässt es sich in der Weihnachtszeit viel besser und ruhiger leben. :-)

Die Blutkontrolle, welche ich nach dem Basler Stadtlauf machen liess, ergab glücklicherweise nichts aussergewöhnliches. Das heisst, es war kein Mangel ersichtlich. Da ich mich schon in der Woche danach im Training wieder viel besser fühlte und die schweren, übersäuerten Arme, die ich zuvor kurioserweise während des lockeren Joggings  verspürte, verflogen waren, schloss der Arzt auf einen Infekt, der nicht ganz ausgebrochen ist, aber mich bei körperlicher Leistung dennoch beeinträchtigt hat. So gab ich jetzt meinem Körper genügend Zeit, um sich zu erholen, damit ich energiegeladen in das Jahr 2010 hüpfen kann.

Nun wünsche ich euch schöne Weihnachten und eine besinnliche Zeit mit eurer Familie.

29. November 2009: Enttäuschung am 27. Basler Stadtlauf
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Ein weiterer Leistungsabfall lässt sich auch eine Woche nach dem Rennen in Bulle, am Basler Stadtlauf, nicht erklären. Ob dieser "bloss" auf die seit fünf Wochen fehlenden Schnelligkeitstrainings, welche ich aufgrund einer Entzündung im Fuss in Kauf nehmen musste, zurückzuführen ist, ist ungewiss. Die Zweifel sind deshalb berechtigt, weil ich mich damals anhand den Trainingswerten noch in bestechend guter Form bewiesen habe. Seither musste ich mich zwar zur Schonung mit Dauerläufen begnügen, jedoch nie eine längere Laufpause einlegen. Um einen allfälligen Virus oder Mangelzustand ausschliessen zu können, werde ich mich nächste Woche einer Blutuntersuchung unterziehen. Ich bin enttäuscht, vor allem weil ich hier bei meinem Heimrennen in Basel dem Publikum, welches wiederum einmalig war, mehr bieten wollte.
Sobald mir über den Grund für meinen momentanen Leistungszustand mehr Informationen vorliegen, lasse ich es euch wissen.

22. November 2009: Ein Rennen zum abhaken
Beim gestrigen Stadtlauf in Bulle kam ich nie richtig auf Touren, wobei verschiedene Faktoren ihren Teil dazu beigetragen haben. Auch wenn ich hier nicht alle erläutern möchte, musste eine genaue Analyse mit dem Trainer dennoch sein. Diese fällt mir nach misslungenen Darbietungen immer um einiges schwerer, da ich mich in solchen Situationen am liebsten von allen Personen entziehen möchte. Aber schliesslich sind Niederlagen dazu da, etwas aus ihnen zu lernen... Ein wesentlicher Punkt ist die Vorbereitung, sprich die Laufeinheiten, die ich beinahe nur noch auf dem weichen Rasengelände absolvierte, was mir die Spritzigkeit für das Rennen auf Asphalt genommen hat. Das heisst allerdings nicht, dass ich fortan den Rasen meiden werde. Schliesslich rechtfertigt sich meine Entscheidung, vermehrt auf weichem Gelände zu laufen, ebenfalls mit wesentlichen Gründen. Ein anderer Punkt ist das intensive Krafttraining, welches ich vor drei Wochen begonnen und ohne Rücksicht auf Bulle durchgezogen habe. Die dadurch bewirkten "schweren" Beine liessen sich dementsprechend langsam bewegen. Auch wenn mir noch mehr Gründe einfielen, ändert sich nichts daran, dass Bulle ein Wettkampf zum abhaken war. Ich hoffe, bei meinem nächsten Rennen einen besseren Tag zu erwischen.

15. November 2009: Kurzes Feedback und  Vorschau auf Bulle
Die Zeit läuft wie verrückt. Seit meinem letzten Eintrag gibt es folgendes zu berichten. Die Erkältung, die mich vor drei Wochen noch beeinträchtigte, ist nun wieder Geschichte... Geimpft habe ich mich nicht... Trainiert habe ich weiterhin fleissig, obwohl ich auf schnelle Einheiten aufgrund einer Schwellung am Fuss verzichten musste... Der nächste Wettkampf lässt nicht mehr lange auf sich warten... An den Davidoff Swiss Indoors konnte ich die Weltnummer 1 live erleben... Auf dem Weg kurz vor dem Fitnesscenter kreuzte ich Novak Djokovic. Dieser hatte gerade ein Krafttraining hinter sich, welches ich leider nicht mitverfolgen konnte, da ich dafür ein paar Minuten zu spät gekommen war... Die Fussballfelder, auf denen ich immer wieder trainiere, werden von Woche zu Woche morastiger, so dass sich gestern meine Schuhe nach kurzer Zeit mehr als doppelt so schwer anfühlten (ein 3-4 cm dicker Erdklumpen blieb an meinen Sohlen haften). Für die Crosssaison scheine ich wohl gut gerüstet zu sein. :)
Dies wäre sodann die Kurzfassung der wichtigsten Geschehnisse der letzten drei Wochen. Zu meinem nächsten Wettkampf möchte ich aber doch noch etwas ausführlicher informieren. Am nächsten Samstag starte ich zum ersten Mal am national als auch international sehr gut besetzten Stadtlauf in Bulle. Speziell an diesem Rennen sind v.a. die vielen kurzen Runden (10 x 600 Meter), die zu laufen sind. Eine gewisse Affinität zu Bahnläufen ist somit nicht zu übersehen. Ich freue mich auf eine gute Stimmung und hoffe auf schnelle Beine.

25. Oktober 2009: Kurzfristige Absage
Aufgrund einer Erkältung mit bronchialer Entzündung musste der Start am 1/4 Marathon in Lausanne von heute Sonntag abgesagt werden. Um nicht noch einen grösseren Infekt inklusiv einer Zwangspause zu riskieren, war dies wohl die vernünftigere Entscheidung, auch wenn sie mir alles andere als leicht gefallen ist. Nun muss ich mich für den nächsten Wettkampf doch noch etwas gedulden. Das einzige was jetzt zählt, ist wieder 100%ige Leistungsfähigkeit zu erlangen und weiterhin gut an mir zu arbeiten.

18. Oktober 2009: Start beim 1/4 Marathon in Lausanne
In den vergangenen zwei Wochen konnte ich nochmals sehr gut trainieren und weitere Fortschritte erzielen. Aus diesem Grund bin ich auch sehr gespannt, was ich bei meinem nächsten Wettkampf am 25. Oktober über die gut 10 Kilometer lange Distanz zu leisten im Stande bin. In Lausanne werden am kommenden Sonntag gleich drei verschiedene Distanzen angeboten. Neben dem Halbmarathon, bei dem ich vor ein paar Jahren auch schon zuoberst auf dem Siegertreppchen stehen durfte, und dem Marathon, trete ich heuer zum ersten Mal beim 1/4 Marathon (ca. 10,5 km) an. Mit Lausanne verbinde ich nur gute Erinnerungen, zumal ich dort meinen ersten Schweizermeistertitel bei den Aktiven holte (HM, 2004).

Leider scheint es nun endgültig vorbei zu sein mit den warmen Temperaturen in diesem Jahr. Lief mir noch vor zehn Tagen bei sommerlichen 29° C der Schweiss beim Training nur so runter, ist in der Zwischenzeit der Herbst definitiv eingetroffen, der Anlass dazu gibt, sich wieder wärmer einzupacken. Einen Vorteil brachte das nass-kalte Wetter allerdings doch mit sich: Aufgrund des Regens am letzten Wochenende wurden die Rasenfelder beim Training der Fussballer derart durchackert, dass diese zur Schonung während der gesamten Woche für jegliches Fussballtraining gesperrt waren. Somit konnte ich die gesamte Anlage für mich alleine in Anspruch nehmen und um die Plätze ungestört meine Runden drehen. :-)

4. Oktober 2009: Fussballplätze als neues Trainingsgelände
Aufgeladen und voller neuer Energie stieg ich diese Woche in eine weitere intensive Trainingsphase ein. Da ich seit dem Trainingslager in St. Moritz, wo ich den Hauptanteil meiner Trainings auf Rasen zurückgelegt habe, sehr angetan bin von diesem grünen Untergrund, habe ich mich auch hier in Basel nach einem solchen Trainingsgelände umgesehen... und bin fündig geworden. Meine ideale Laufstrecke zieht sich nun um die Fussballplätze herum. Da Basel mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätzen (meine Laufstrecke führt um acht Fussballfelder) nicht geizte und diese auch stets in einwandfreiem Zustand behält, ist es eine wahre Freude auf dem weichen Terrain trainieren zu können. So kann es nun auch mal vorkommen, dass mir der eine oder andere Fussballer für eine Runde Gesellschaft leistet. :-)
Unten gewähre ich einen kleinen Einblick in meine Rasentrainings. Die Person neben mir ist allerdings kein Fussballer, sondern mein Trainingskollege Timon.

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27. September 2009: Bist du Schwimmer der Gruppe Nr.1, 2 oder 3?
Diese Woche stand ganz im Zeichen des Alternativtrainings, um mich von der läuferischen Belastung der letzten Wochen zu erholen und fit in den nächsten Trainingsblock starten zu können. Den Hauptanteil machten die Sportarten Schwimmen, Fahrradfahren und Rudern aus. Besonders das Schwimmen hat mir viel Spass gemacht, da ich mich in den letzten Monaten kaum mehr im kühlen Nass bewegt habe und nun voller Tatendrang war, die erlernte Technik wieder in Erinnerung zu rufen und auch umzusetzen. Auch heute habe ich das sonnig warme Wetter noch einmal dazu genutzt, im Sportbad St. Jakob meine Längen zu schwimmen. Die einzige war ich dann augenscheinlich nicht und so blieb mir nebenbei noch genügend Zeit, die anderen Schwimmer zu beobachten. Dabei machte ich die Feststellung, dass sich diese grob in drei Gruppen einteilen lassen. Die erste Gruppe bilden Schwimmer, die die Technik gut beherrschen und schnell voran kommen. Ein Genuss also, dabei zuschauen zu dürfen. In der zweite Gruppe sind solche, die sicher schon den einen oder anderen Schwimmkurs hinter sich gebracht und offensichtlich auch schon den Profis am Fernseher zugeschaut haben. D.h. die Unterwasserwendung ist ein MUSS, egal ob es überwasser deutlich schneller und besser klappen würde. Ganz nach dem Motto; Hauptsache es sieht gut aus. Die letzte Gruppe bilden die Brustschwimmer, welche auf den engen Bahnen mit ihrem raumgreifenden und doch eher langsamen Stil immer ein unwillkommenes Hindernis beim überholen darstellen. Im 50m-Sportbecken verteilen sich grundsätzlich alle recht gut, so dass ich mein Programm fast ungestört durchziehen konnte. Nun kehre ich dem Schwimmbad aber wieder den Rücken und freue mich auf die nächsten Laufeinheiten.

20. September 2009: 3. Rang an den HM-Schweizermeisterschaften
An den Halbmarathon-Schweizermeisterschaften, die gestern das erste Mal im Rahmen des Greifenseelaufes (30 Jahre Jubiläum) in Uster durchgeführt wurden, konnte ich mit einem gut eingeteilten Rennen und einer ab dem 6. Kilometer beginnenden Aufholjagd die Bronzemedaille gewinnen. Die Endzeit von 1:20:25 Stunden ist in Anbetracht des anspruchsvollen, coupierten Parcours mit ca. 50% Kieswegen, höher zu werten. Das Laufen war in jenen Passagen sehr kräftezehrend, da man beim Abdruck jedes Schrittes ein kleines Stück nach hinten wegrutschte. Ich bin auch absolut zufrieden mit meiner Renneinteilung, die ich nicht viel besser hätte gestalten können. Aufgrund meines sorgfältigen Aufbaus (bisher 10 Wochen Lauftraining), bin ich während einer Trainingseinheit noch nie länger als 65 Minuten gelaufen, was für eine gute Zeit im Halbmarathon nicht ausreichend ist. Dieses Defizit in der Tempohärte bekam ich v.a. in den letzten fünf Kilometer, die ich mich richtiggehend durchbeissen musste, zu spüren. Ich bin froh, konnte ich mich erneut auf meine innere Uhr verlassen, die mir nach dem  ersten schnellen Kilometer (3:30 Min.) eine Tempodrosselung ans Herz legte. Dank dessen konnte ich ab dem sechsten Kilometer wieder aufdrehen und bis ins Ziel zehn Positionen gut machen und gar bis auf 9 Sekunden an die 2. Platzierte heran laufen! Mehr lag gestern definitiv nicht drin und dementsprechend fühlte ich mich nach dem Zieleinlauf wie eine ausgepresste Zitrone, die den letzten Tropfen an Energie aufgebraucht hatte. Ich freue mich sehr, dass es dieses Jahr trotzdem noch zu einer Meisterschaftsmedaille gereicht hat. Mit der HM-SM ist nun ein intensiver Trainingsblock zu Ende gegangen. Aufgrund meiner Trainingsperiodisierung steht somit nächste Woche aktive Erholung mit Alternativtraining an. Weitere News folgen dann...

14. September 2009: Start an den HM-Schweizermeisterschaften
Seit gestern bin ich wieder zurück in Basel. Das Training in der Engadiner Höhe verlief gut und ich fühle mich bereit für einen weiteren Wettkampf. Dieser lässt auch nicht mehr lange auf sich warten, denn schon am nächsten Samstag werde ich nach 1,5 Jahren wieder einmal einen Halbmarathon unter die Füsse nehmen. War es damals die HM-SM, so ist dies auch im jetzigen Fall nicht anders. Die Halbmarathon Schweizermeisterschaften werden heuer nicht mehr in Oberriet (SG), sondern im Rahmen des Greifenseelaufes in Uster ausgetragen. Ich bin gespannt, wie weit ich mit meinem Training schon vorwärts gekommen bin und freue mich auf diese Standortbestimmung.

5. September 2009: Gutes Semesterferienende
Die Semesterferien enden für mich in zweierlei Hinsicht überaus positiv. Erstens habe ich heute erfahren, dass ich meine Abschlussprüfungen des Grundstudiums in Rechtswissenschaften erfolgreich bestanden habe und zweitens bin ich am letztem Dienstag wieder nach St. Moritz zurückgekehrt, um die letzten Tage vor dem Semesterbeginn nochmals für ein Höhentraining zu nutzen. Somit bleibt mir noch eine gute Woche im Engadin, bevor wieder sitzen, schreiben und zuhören angesagt ist. Auch das Training läuft nach meinem Geschmack und ich freue mich über das immer bessere Gefühl und die aufkommende Kraft in meinen Beinen. Zur Zeit sind hier zwar nicht mehr so viele Leichtathleten, doch dafür ist auf dem St. Moritzersee ein reger Betrieb mit den Segelwettkämpfen (St. Moritzer match race). Es ist eine willkommene Abwechslung einmal live dabei zuschauen zu können. Aber ehrlich gesagt, an die Spannung und Dynamik der Laufwettbewerbe kommen die Segler längst nicht heran. :-)

Liebe Grüsse Deborah

27. August: Sieg am Liestaler Stadtlauf
Nach dem mehrwöchigen Trainingsaufenthalt in St. Moritz freute ich mich sehr, wieder einen Wettkampf bestreiten zu können. Dazu bot sich gestern mit dem 12 Kilometer langen Liestaler Stadtlauf eine gute Gelegenheit. Das Rennen wollte ich mir gut einteilen, um kontrolliert stets ein gleichmässiges Tempo laufen zu können. Dies gelang mir dann auch sehr gut. Besonders das Gefühl, das ich während des Laufes hatte, stimmte mich sehr positiv, da ich die Lockerheit bis zur Ziellinie bewahren und den Lauf mit einem Lächeln beenden konnte. Das einzige, das mich etwas wurmte war, dass ich mehrmals mit dem Namen "Anita" angefeuert wurde. Als ich einen Kilometer vor dem Ziel eine Gruppe von Nordic-Walkern überholte und diese dann den vollen Namen aussprachen, konnte ich mir einen Kommentar dazu nicht verkneifen. Auch wenn es natürlich auch eine Ehre ist, mit dem ehemaligen Schweizer Aushängeschild, Anita Weyermann, verglichen (oder besser verwechselt) zu werden, will ich doch lieber meine eigene Marke aufbauen...

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Reklamationen wegen der schlechten Bildqualität bitte an meinen Vater weiterleiten. ;-)

24. August 2009: Zurück aus St. Moritz und Blick nach vorne

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1.Bild: Die besten Langstreckenläufer der USA (von links: Evan Jager, Matt Tegenkamp, ich, Chris Solinsky, "Vize-Coach" Pascal, Tim Nelson)
2. Bild: Auf der Trainingsanlage mit 1'500m-Weltmeisterin Maryam Jamal

Die zwei Wochen in St. Moritz sind wie im Flug vorüber gegangen. Dies lag sicherlich erstens daran, dass mir das Training unheimlich viel Spass gemacht hat, weil ich die Laufeinheiten planmässig und beschwerdefrei absolvieren konnte, zweitens auch wegen den traumhaften Wetterverhältnissen und drittens wegen den tollen Bekanntschaften, die ich mit diversen Sportlern machen durfte. Kaum in Basel zurückgekehrt, freue ich mich auch schon auf die ersten Wettkämpfe, die bereits diese Woche ihren Anfang nehmen. Da ich in diesem Jahr gezwungenermassen auf die Bahnsaison verzichten musste, hoffe ich nun umso mehr auf eine erfolgreiche Bilanz in den Herbst- und Wintermonaten. Auch wenn mir zur Zeit sicherlich noch ein Stück zu meiner gewünschten Form fehlt, mache ich von Woche zu Woche an Boden gut und freue mich momentan einfach darüber, endlich wieder intensiv trainieren zu können.
Als erstes schnelles "Training" nutze ich am folgenden Mittwoch den Liestaler Stadtlauf (12 km).

16. August 2009: Gute Trainingswoche und WM-Beginn in Berlin
 Die erste der beiden letzten Wochen, die ich in St. Moritz bei prächtigem Wetter ausgezeichnet zum trainieren nutzen konnte, ist verbracht. Darunter waren meine zwei ersten beiden schnellen Einheiten seit langer Zeit. Es fühlt sich gut an, wieder mehr Gas geben zu können! Der Hauptanteil der Laufkilometer lege ich auf Rasenuntergrund zurück. Durch das weiche Terrain verkrafte ich die Trainings viel besser und erhole mich deutlich schneller. Die vergangene Woche trainierten hier immer noch viele Läufer (meist ganze Clubs). Die Spitzenläufer, die sich in St. Moritz auf die WM in Berlin vorbereitet haben, haben entweder schon, oder werden in Kürze das Engadin verlassen. Die drei amerikanischen 5'000 Meter-Läufer, mit denen ich nun drei Wochen viel geredet und gelacht habe, aber auch einiges über dessen Training erfahren habe, werden morgen in den Flieger nach Berlin einsteigen. Auch eine US-10'000 Meter-Läuferin, mit der ich auf der Bahn ein paar Runden drehte, ist gestern Abend ausgezeichnete 6. und damit beste Nichtafrikanerin geworden. St. Moritz scheint also ein gutes Pflaster zu sein und man darf auf die weiteren Leistungen der Amis gespannt sein. Ich habe mich besonders gefreut, dass ich neben Alberto Salazar gestern auch Kara Goucher, ein Vorbild von mir, persönlich kennen lernen durfte. Eine sehr sympathische Frau, die mich mit ihrer Lebensgeschichte und dem Verlauf ihrer Karriere unheimlich beeindruckt hat, weil mir doch sehr vieles bekannt vorkam. Durchhaltewille und Beharrlichkeit zahlen sich irgendwann aus!

Liebe Grüsse aus der Höhe
Deborah

 

9. August 2009: Fit für den nächsten Trainingsblock
Leider gelang es mir aufgrund technischer Störung nicht, auf meinem Heimcomputer einen Bericht und Fotos aus St. Moritz online zu stellen. Nach ein paar Tagen, die ich zuhause verbracht habe, um etwas für mein Studium zu erledigen und gleichzeitig nach der trainingsintensiven Zeit meinem Körper aktive Erholung zu gönnen, bin ich nun wieder ins Engadin zurückgekehrt. Es folgt nun eine intensive Trainingsphase, die fortan auch mit schnellen Einheiten gekennzeichnet ist. Ich freue mich sehr, noch einmal hier trainieren zu dürfen. Die kommenden Tage werde ich gut dazu nutzen. Auch die Amis sind immer noch da, womit interessante und unterhaltsame Gespräche garantiert sind!
Dass es aber im Hotel nicht nur Läufer hat, zeigt auch eine Unterhaltung, die ich hier mit einem deutschen Ehepaar führte. Dieses war enorm erstaunt darüber, dass St. Moritz derart sportliche Einwohner habe und vor allem so viele "elegante" Läufer. Ich habe ihnen dann gesagt, dass dies sehr wahrscheinlich an der guten Höhenluft läge. Ein weiterer Aufenthalt des Pärchens hier in St. Moritz ist somit auch schon sicher. ;-)

Liebe Grüsse und bis bald Deborah

29. Juli 2009: Schweizermeisterschaften im Letzi
Am kommenden Wochenende werden im neu erbauten Zürcher Letzigrund die Schweizer Leichtathletikmeisterschaften ausgetragen. Auch wenn ich nicht daran teilnehmen werde, da ich mich noch bis am folgenden Dienstag in St. Moritz aufhalte und dieser "Schnelligkeitstest" zu früh für mich kommt, möchte ich den Organisatoren mit einer Werbeeinlage auf meiner Homepage helfen, noch mehr Publikum anzulocken. Für Schweizer Athleten/innen bietet sich nicht oft die Gelegenheit, im legendären Zürcher Letzigrung zu laufen. Damit in dem gigantischen Stadion auch eine tolle Stimmung herrscht, die die Athleten zu Höchstleistungen aufkommen lässt, ist ein grosses Publikum unabdingbar. Da dies die letzte Gelegenheit ist, sich für die Weltmeisterschaften in Berlin zu qualifizieren, ist bestimmt der eine oder andere auf eure Unterstützung speziell angewiesen. Die Organisatoren haben keine Aufwendungen gescheut und sogar für eine musikalische Einlage mit Stafanie Heinzmann gesorgt. Weitere Informationen rund um die SM sind hier zu finden.

Liebe Grüsse Deborah

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26. Juli 2009: Ein Hauch Amerika
Eine weitere Woche in St. Moritz neigt sich dem Ende zu. Das Training konnte ich im Vergleich zur ersten Woche deutlich steigern und somit weitere Fortschritte erzielen. Zur Zeit kommen täglich ca. 1,5 Stunden Lauftraining zusammen, die ausserdem mit viel Gymnastik, Laufschule und Kräftigungsübungen ergänzt werden. Das Wetter hat mit Ausnahme des einen verschneiten Tages stets mitgespielt und so konnte ich täglich bei traumhaften Bedingungen meine Runden drehen. In jenem Hotel, in dem ich untergebracht bin, ist vor einer Woche auch ein Teil des US-Langstreckenteams eingetroffen. Dieser bereitet sich hier auf die im August anstehenden Weltmeisterschaften in Berlin vor. Ich muss sagen, das ist eine echt nette, aufgestellte, zugängliche und lockere Truppe, die mich sogar gefragt hat, ob ich nicht jeweils mit ihnen zusammen am Tisch essen wolle. Natürlich habe ich da nicht nein gesagt. :) Nebst dem Englisch, welches ich wieder etwas aufpeppen kann, profitiere ich vor allem von ihrer Erfahrung als Weltklasseläufer. Besonders ihre lockere, aber dennoch seriöse und top professionelle Einstellung ist enorm ansteckend.
So, gleich geht es heute zum zweiten Mal auf die "Piste".
Bis bald und liebe Grüsse Deborah

18. Juli 2009: Frau Holle kann's nicht lassen
Nach einer Woche, die ich nun schon in St. Moritz verbracht habe, bin ich zufrieden mit dem bisher verlaufenen Training. Das heisst, ich konnte schmerzfrei laufen und steigere die Laufdauer nun in Abschnitten von mehreren Tagen um ein kleines Stück. Täglich teile ich das Laufpensum in zwei Einheiten ein (morgens und nachmittags). Wie jedes Jahr tummeln sich im Juli viele Hobby- und Leistungssportler um den St. Moritzersee (& Umgebung). Auch ich habe für meine Dauerläufe eine tolle Begleitung gefunden, mit der die Zeit noch schneller vorüber geht, als ohnehin schon. :) Heute morgen allerdings wollte ich meinen eigenen Augen nicht trauen, als ich den Vorhang öffnete und in eine verschneite Landschaft blickte. Sogar im Hochsommer ist man in St. Moritz vor winterlichen Verhältnissen nicht gefeit. Das war wieder so ein Moment, in dem ich mich fragte; wo zum Kuckuck bleibt die Erderwärmung?!? Aber zum Glück bin ich für alle Wetterlagen gut gerüstet.
Auch gestern sah ich etwas, was ich bisher nur im Fussball für möglich hielt: Nach dem Training wollte ich meinen Rucksack holen, den ich auf eine Bank legte, die ich mit einer polnischen Sprintermannschaft teilte. Wo dort doch für gewöhnlich Sportgetränke aufzufinden sind, stand neben einer Trainingstasche eine offene Bierdose (Löwenbräu)!! Da fragt sich, wenn während des Trainings Bier getrunken wird, womit ist die Flasche dann erst bei einem Wettkampf gefüllt?! Die Polen nehmen das ganze augenscheinlich lockerer als wir Schweizer. Ob dies auch zu besseren Leistungen führt, ist jedoch zu bezweifeln.
Ich freue mich, euch von weiteren Fortschritten und ev. auch von lustigen Episoden berichten zu können.

Mit lieben Grüssen
Deborah

8. Juli 2009: Zwischenstopp in Basel
Nachdem ich Mitte letzter Woche von St. Moritz nach Hause gekommen bin und nun hier ein paar Tage verbracht habe, werde ich mich am Freitag das zweite Mal auf den Weg ins Oberengadin machen. Da die Wadenbeinbeschwerden bei der Laufbelastung noch nicht vollständig abgeklungen waren, war ich deshalb oft laufend (also nicht rennend) unterwegs. Allerdings habe ich in der Woche mindestens das doppelte an Kilometern zurückgelegt, als das, was ich sonst bei einer normalen Trainingswoche absolviere. Somit konnte ich auch einen guten Trainingseffekt erzielen, denn die langen Wanderungen waren für mich eher ungewohnt und gingen auch etwas in die Beine. Jedenfalls fiel ich abends nicht weniger müde ins Bett...
Der folgende Aufenthalt in St. Moritz dient nun in erster Linie einem sorgfältigen Aufbau. Das Augenmerk ist somit nicht, wie sonst üblich mitten in der Bahnsaison auf die Schnelligkeit, sondern auf eine solide Basis mit Dauerläufen gelegt. Dies bedeutet, dass ich im Herbst wieder angreifen möchte.

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1. St. Moritz
2. Auf dem Bernina-Pass
3. Der Morteratsch Gletscher
4. Engadiner Inline Marathon (Maloja - S-chanf): Spitze der Männerprofis

18. Juni 2009: Weiter geht's!
Endlich! Die Prüfungen sind alle geschrieben. Ob ich diese auch erfolgreich abgelegt habe, wird sich spätestens Ende August/Anfang September zeigen, wenn wir Studis unsere Ergebnisse zugeschickt bekommen. Vorerst wird aber der Kopf gelüftet und deshalb wende ich mich wieder komplett dem Sport zu. Leider hat dort die Berg- und Talfahrt in den letzten Wochen noch kein Ende genommen. Vielleicht war die Belastung zusammen mit dem Studium gegen Ende des Semesters etwas zu gross. Denn wer mich kennt, der weiss, dass bei mir das Training das letzte ist, was gekürzt wird, komme was wolle. So kam es, dass ich in der Phase vor den Prüfungen, als ich deutlich intensiver lernen musste, die Zeit beim nächtlichen Schlaf eingespart habe. Somit bedeutete ein durchschnittlich zwei Stunden kürzeren Schlaf auch eine verkürzte Erholungsphase. Dies war mir natürlich schon vorher bewusst, doch wollte ich das Training nicht vernachlässigen, blieb mir keine andere Wahl. Nun gut, momentan stellt sich dieses Dilemma nicht mehr und die Erholung erhält wieder ihren vollen Stellenwert. Die Beschwerden am Wadenbein, die mich die letzten Wochen behindert haben, sind auch schon deutlich besser geworden, so dass ich die nächste Woche in St. Moritz trainieren werde. Ich hoffe, dass das Wetter auch mitspielt, damit nebst der guten Höhenluft und der wunderschönen Gegend auch eitler Sonnenschein das Training versüssen.

28. Mai 2009: Da bin ich wieder!
Trainieren, Essen, Lernen, Essen, Lernen, Trainieren, Essen, Lernen, Schlafen. So in etwa sieht zur Zeit mein Tagespensum aus.  Auch wenn dies jetzt vielleicht etwas eigenartig klingen mag, aber mir gefällt diese Kombination. Natürlich lerne ich nicht das ganze Jahr über so intensiv. Im Moment ist dies aber dringend notwendig, da in der kommenden Woche die Erstjahreskursprüfungen der Jus-Studenten beginnen. Jetzt muss also das gesamte Lernmaterial der letzten neun Monate im Kopf gespeichert werden, um dies auch im entscheidenden Moment (innerhalb den jeweils 2 Stunden andauernden Prüfungen) abrufen zu können. Keine Frage - ich bin auch froh, wenn ich spätestens ab Mitte Juni die Bücher wieder für einige Zeit in den Schrank räumen kann und wieder mehr Zeit zur Erholung resp. zum Schlafen bleibt. Schliesslich geht die gestohlene Stunde Schlaf, die ich am Abend stattdessen fürs Lernen einplane oder morgens wegen dem vorgezogenen Training wegfällt, auch nicht spurlos an mir vorbei. Im Training ging es in den letzten Wochen immer wieder einmal bergauf, dann wieder bergab. Gemeint sind damit nicht Hügelläufe, sondern der Gesundheitszustand. Zur Zeit bin ich an einem "Anstieg"... Wettkämpfe werde ich aber erst wieder nachdem alle Prüfungen geschrieben sind bestreiten.

Zu einem Bericht der etwas anderen Art aus der Basellandschaftlichen Zeitung geht es hier (siehe unten rechts: "Wenn ich Königin von Basel wäre").

3. Mai 2009: Sieg und wieder Streckenrekord
Beim Zunzger-Waldlauf, an dem ich heute teilgenommen habe, konnte ich dem Resultat vom letzten Wochenende (Lupsingerlauf) gerecht werden und habe auch hier mit dem 1. Platz einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Allerdings fühlte ich mich heute während des Laufes nicht ganz so locker wie vor einer Woche. Vielleicht lag es auch daran, dass nicht wie üblich alle Läufer/innen zusammen gestartet sind, sondern alle Teilnehmer ihre Startzeit selbst bestimmen konnten (sog. Jagdstart). Alle fünf Minuten bot sich eine solche Startgelegenheit und dies von 10:00 bis 14:00 Uhr. Folglich kam es auch so, dass ich die zwei Runden à je 3.5 Kilometer "alleine" gelaufen bin. Aber auch so habe ich den Wettkampf genossen zumal die Strecke, die durch den Wald führte, sehr abwechslungsreich war und mir mit ihren vielen Richtungswechseln, sowie dem coupierten Profil einiges abverlangte.

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26. April 2009: Sieg und Streckenrekord am Lupsinger-Lauf
Gestern habe ich nach einer mehrmonatigen Wettkampfabstinenz wieder ein Wettrennen bestritten. Dazu eignete sich der sehr hügelige  Lupsinger-Lauf bestens, der heuer mit seiner 20. Austragung ein Jubiläum zu feiern hatte. Bei warmen und sonnigen Wetterverhältnissen wurden wir Läufer am Nachmittag auf den 12,3 Kilometer langen Rundkurs geschickt. Ich habe den Wettkampf genutzt, um wieder einmal für eine längere Zeit schön zügig zu laufen. Dass dabei gleich ein Streckenrekord heraus schaute war dann auch das Tüpfchen auf dem i. Mit diesem Lauf verbindet mich eine schöne und unvergessliche Kindheitserinnerung, da ich damals als 10-Jährige in Lupsingen einen meiner ersten Erfolge verzeichnen konnte (siehe unter Resultate: Volksläufe). Die Organisation war wie in den vorhergegangenen Jahren ausgezeichnet und aus meiner Sicht rundum gelungen. Auch die Rangverkündigung entschädigte mehr als genug für den Einsatz, wobei in allen Kategorien noch bis zum 20. Rang ein Preis verliehen wurde. Sozusagen gingen am Schluss fast alle als Sieger nach Hause.

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14. April 2009: Ostern ade, Sommer juhe!
Ich hoffe, ihr habt alle das verlängerte Osternwochenende genossen. Das prächtige Wetter war ja schliesslich Anlass genug, sich draussen in der Natur zu bewegen. Auch ich habe die paar freien Tage genutzt, um ordentlich zu trainieren (und um zu lernen :-/). Zum Wettkampf, den ich eigentlich am Ostersamstag zu bestreiten beabsichtigt habe (GP Fricktal), kam es allerdings nicht. Dies lag daran, dass das frühlingshaft warme Wetter nicht nur die Menschen aus ihren Häusern lockte, sondern v.a. auch die Pollen aus ihren Blüten und Knospen. Da ich besonders in der jetzigen Phase (Ende März/April) am deutlichsten auf diesen Reiz allergisch reagiere, habe ich mich, aus Vorsicht vor einer allfälligen unerwünschten Reaktion während dem Rennen, gegen einen Start am 10 Meilen-Lauf entschieden. Stattdessen diente ein Tempolauf an der Wiese als Alternative. Nun stehen ein paar lockerere Einheiten an, bevor es am Wochenende wieder zur Sache gehen kann...

5. April 2009: Sommerzeit - Wecker bereit
Mit dem Lauftraining geht es weiterhin vorwärts. Auch die Umstellung auf die Sommerzeit bringt ihre Vorteile mit sich. Da ich unter der Woche meist erst am Abend nach der Uni mein Lauftraining absolviere, komme ich nun in den Genuss, dies trotzdem noch bei Tageslicht tun und so ein paar Sonnenstrahlen auffangen zu können. Nur am Morgen musste ich mich anfangs schon ziemlich aufraufen, wobei mir ein doppelt gestellter Wecker gerade recht kam. Die innere Uhr lässt sich eben nicht so einfach auf Knopfdruck umstellen. In der Zwischenzeit hat sich aber auch diese angepasst. So fällt mir auch die erste Trainingseinheit vor Beginn der morgendlichen Vorlesungen wieder leichter. Mitte dieser Woche schränkten mich allerdings  muskuläre Probleme am Oberschenkel beim Training etwas ein. Diese haben sich ein paar Tage später  glücklicherweise gebessert, so dass ich wieder dem geregelten Lauftraining nachgehen konnte. Ich hoffe, dass das Training in der nächsten Woche gut von statten geht, damit ich über Ostern einen Wettkampf in Angriff  nehmen kann.

22. März 2009: Fahrrad in Front - ein gutes Zeichen!
Diese Woche sah man mich in der Lange Erle das erste Mal in diesem Jahr laufend hinter dem Fahrrad meines Vaters. Das bedeutet, dass es erstmals wieder zur Sache ging und ich mich richtig sputen musste. Zusammen mit meinem Trainingskollegen absolvierte ich ein Intervalltraining. Dabei musste ich, wie allerdings schon erwartet, feststellen, dass der Nachholbedarf ziemlich gross ist und noch einige Schweisstropfen werden fliessen müssen, um wieder zur alten Stärke zurück zu finden. Aber da ich sehr gerne laufe und dabei auch gerne schwitze sind das schon einmal gute Voraussetzungen. :-) 
Ich hoffe, mein Training weiterhin sukzessive steigern zu können, damit meine Formkurve noch mehr nach oben zeigt, um in absehbarer Zeit auch meine nächsten Wettkämpfe in Planung zu nehmen.

15. März 2009: Trainingseinblick
Die Belastungssteigerung hat auch in dieser Woche seine Fortsetzung gefunden. Das erste Mal bin ich nun eine volle Stunde am Stück gelaufen, was auch sehr gut ging. Aufgrund dessen, dass ich die Dauerläufe gut vertragen habe, werde ich in der kommenden Woche ein paar schnellere Trainings einbauen. Somit nimmt die Belastungssteigerung nicht mit der Verlängerung der Laufdauer, sondern mit der Erhöhung der Geschwindigkeit ihren Lauf. Nachdem ich gestern zusammen mit meinem Vater gerannt bin, musste sich dieser heute erholen und hat die Gelegenheit genutzt ein paar Fotos vom heutigen Finnenbahntraining zu schiessen. Ich wiederum konnte, alleine laufend,  getrost einen Zacken zulegen. ;-)

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8. März 2009: Regen, Hunde und ich
Auch in dieser Woche konnte ich die Belastung leicht steigern und in diesem Rhythmus Tritt fassen. Das Wetter war allerdings alles andere als ich mir erhofft hatte. Aber das Gute daran war immerhin die reine Luft, die durch den Regen gesäubert wurde und folglich pollenfrei war. Somit blieben mir rote Augen erspart... Im wahrsten Sinne des Wortes traf ich bei dem Hundewetter während meinen Lauftrainings beinahe nur Hunde mit ihren Besitzern an. Da ich beim Kreuzen mit Hunden stets vorsichtig bin und lieber einmal zuviel anhalte, merkt man mir den Respekt wahrscheinlich sichtlich an. So sagte mir letztens das Herrchen, als sein Schäferhund an mir schnüffeln wollte, dass ich keine Angst zu haben brauche - sein Hund habe gerade erst gegessen. Na, wenn das mal kein Grund zum Aufatmen ist!

1. März 2009: Step by Step
Bei meinem Aufbautraining geht es weiterhin vorwärts. Zur Zeit bin ich bei 40 Laufminuten pro Tag angelangt. Ihr seht also, dass ich die Belastung nur langsam steigere. Aber diese Methode hat sich bis anhin bewährt und so freue ich mich täglich über neue kleine Fortschritte. Zusätzlich freue ich mich über die angenehm milden Temperaturen, die über das Wochenende eingekehrt sind. Bin ich vor einer Woche noch dick vermummt nach draussen gegangen, so konnte ich gestern das erste Mal kurze Kleidung tragen. Der einzige Minuspunkt, den der Frühling jährlich mit sich bringt, ist die Pollenallergie. So fingen gestern meine Augen wieder kräftig an zu jucken. Aber dank dem, dass ich meine Allergie (v.a. gegen Esche/Birke) relativ gut in den Griff bekommen habe, beeinträchtigt mich diese nur noch geringfügig bei sportlicher Betätigung. So hoffe ich aber, dass das Wetter die nächste Woche so bleibt, damit ich von der vorlesungsfreien Zeit an der Uni (schönster Nebeneffekt der Fasnacht :-)) auch was habe!

23. Februar 2009: Weite Fortschritte
Nachdem ich in der letzten Woche täglich eine halbe Stunde laufen konnte, freue ich mich darüber, dass meine Achillessehne diese Belastung gut mitgemacht hat. Mit dem zurück gewonnenen Vertrauen in die rechte Ferse fühle ich mich auch bereit, die Laufdauer in kleinen Schritten (+ je 5 Minuten) zu erhöhen. Ich hoffe, die kommenden Wochen über weitere Fortschritte berichten zu können...

20. Februar 2009: Homepage auf Platz 2
In der Basler Zeitung von gestern wurden die fünf besten Homepages von regionalen Sportlern erkoren. Die Kriterien für einen Platz unter den ersten fünf waren Aktualität, Aufmachung, Benutzerfreundlichkeit, Informationsgehalt und Unterhaltungswert. Für die Wertung wurden nur Einzelsportler berücksichtigt. Warum ich auf den zweiten Platz gewählt wurde erfährt Ihr mit einem Klick auf diesen Link.

15. Februar 2009: Erste Laufversuche geglückt!
Nach meiner Achillessehnenentzündung habe ich in dieser Woche die ersten behutsamen Lauftrainings (je 20-30 Minuten) zurückgelegt, und das zum Glück schmerzfrei. Ein super Gefühl, das man besonders nach einer längeren Laufpause wieder viel mehr zu schätzen weiss. Doch nun gilt es weiterhin, die Belastung sachte zu steigern, um ja keinen Rückschritt zu riskieren. Auf jeden Fall zeigen die Physiotherapie, als auch die Kräftigungsübungen ihre positive Wirkung. Über den weiteren Verlauf halte ich Euch auf dem Laufenden...
Da ich mich beim Laufen zur Zeit noch nicht auspowern kann, ging ich die letzte Woche ein paar Male in ein Hallenbad, um zu schwimmen und dabei meine Energie los zu werden. War ich es aus Lanzarote noch gewohnt, eine 50m-Bahn meistens für mich alleine zu haben, musste ich mich nun wohl oder übel mit andere Bedingungen abfinden. Da die tief-winterlichen Temperaturen auch viele andere Menschen vermehrt ins Hallenbad zogen, zählte ich das letzte Mal sage und schreibe 28 Leute, die sich im 25 x 10 Meter "kleinen" Schwimmbad tummelten. Glücklicherweise konnte ich mir einen Platz am einten Beckenrand ergattern und blieb somit von einem Zick-Zack-Schwimmen verschont. Jetzt bin ich froh, das Terrain wieder wechseln zu können und mir beim Laufen im Wald keinen Weg zwischen vielen Leuten bahnen zu müssen. Auch bedarf es keiner extremen Aufmerksam mehr, um, wenn erforderlich, immer wieder einmal abbremsen oder stoppen zu müssen, damit ich nicht Gefahr laufe, mit jemand anderem zu kollidieren. Es gibt doch nichts schöneres als laufen! :-)

6. Februar 2009: Achillessehnenentzündung verhindert Lauftraining
Am Dienstag bin ich wieder sicher auf Schweizer Boden gelandet. Den dreiwöchigen Aufenthalt auf der Kanarischen Insel Lanzarote wollte ich für ein intensives Laufprogramm nutzen. Doch eine Entzündung in der rechten Achillessehne verunmöglichte mir, auch nur annähernd die geplanten Laufeinheiten zu absolvieren. Die letzten beiden Wochen verbrachte ich dann hauptsächlich im Wasser, wo ich mich teilweise auch einigen Triathleten angeschlossen hatte. Die ganze Situation war sehr ärgerlich, da ich den Aufwand, dorthin zu reisen nur auf mich genommen habe, um bei den warmen Temperaturen besser trainieren zu können. Den Rest der Zeit habe ich dann genutzt, um nicht noch mehr Schaden anzurichten und die Sehne möglichst zu entlasten, damit es auch schneller heilt, also war Schwimmen die naheliegendste Alternative. Gleich nach meiner Ankunft in Basel hatte ich auch schon einen Termin beim Arzt, der mich sogleich zum Physiotherapeuten weiterschickte. Gerissen ist zum Glück nichts, aber eben halt einfach entzündet. Was mich noch überraschte, war, dass ca. 80 % von denjenigen, die ich dort im Club La Santa kennen gelernt hatte (davon waren alle Triathleten) bereits einmal dieselbe Verletzung durchgemacht hatten. Jeder gab mir seine persönlichen Erfahrungen und Tipps mit auf den Weg, aber schliesslich muss doch jeder selber spüren, was ihm gut tut und was nicht. Mir kam es schon so vor, als hiesse es "Willkommen im Klub". Stolz darauf bin ich ja wirklich nicht, aber jetzt hilft jegliches wenn und aber nichts. Ich bin froh, in guten Händen zu sein und zuversichtlich, dass ich bald wieder laufen kann.
Was lief sonst noch dort? Da mich die Verletzung verständlicherweise am meisten bedrückte, sind all die positiven Eindrücke in den Hintergrund getreten. Die Bedingungen waren mit wenigen Ausnahmen ideal, d.h. 3-4 Mal kamen heftige Stürme auf, die dann ziemlich ungemütlich wurden. Sonst war das Wetter ideal und angenehm warm. Auch der Kontakt mit den anderen Sportlern macht jenes Hotel so einzigartig. Jährlich trifft man wieder auf bekannte Gesichter aus dem Vorjahr und hat sich immer viel zu erzählen. Genug zu tun hatte ich auch mit den Büchern fürs Studium. Auch der Fernseh-Entzug war kein Problem. Doch v.a. mein Bruder, der mir in der letzten Woche noch Gesellschaft leistete, beklagte sich über die mangelhaften Informationsquellen (einzige Fernseher standen im Fitnessraum und in einem Restaurant, wo stets Eurosport lief/ keine Schweizerzeitung/ Internetverbindung mit Zeitlupengeschwindigkeit). Mit viel Luxus ist man dort nicht ausgestattet, doch macht u.a. genau diese Eigenschaft den Ort zu einem super Trainingsstandort.

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1. Das 50 Meter Sportbecken
2. Startklar für das anstehende Schwimmtraining
3. Der Hometrainer dient für einmal als "Fernsehsessel". Leonard fiebert mit Roger Federer mit, der im Final des Australian Open gegen Raffael Nadal spielt. Leider hat es nicht geholfen :-(
4. Ab und zu kann es auf Lanzarote auch so aussehen: zum Glück aber die Ausnahme!
5. Beim "sünnele" auf der Terrasse
6. Beim Nachtessen

12. Januar 2009: Ehrung der Basler Sportchampions 2008

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1. Übergabe der Urkunde für meine beiden CH-Meistertitel (5'000 & 10'000m)
2. Mannschaft des Jahres: FC Basel

12. Januar 2009: Start ins 2009
Die Koffern sind bereits gepackt, denn morgen früh fliege ich nach Lanzarote, um für drei Wochen bei warmen Temperaturen trainieren zu können. Eingepackt habe ich vor allem auch viele Bücher, da ich mir fest vorgenommen habe, auch dort im Trainingslager Literatur für mein Jura-Studium zu lesen, um stets am Ball zu bleiben und nach den Semesterferien wieder mit gutem Gewissen in das 2. Semester starten zu können. Ausnahmsweise bin ich sogar einmal froh darüber, dass es dort keinen Fernseher im Apartment gibt. So bleibt mir jegliche Ablenkung, die mich von den Büchern halten, erspart und die Qual der Wahl entfällt von alleine.
Heute gibt es aber noch etwas spezielles zu erledigen. Am Abend findet in der St. Jakobshalle die Basler Sportlerehrung statt. Dort werden jährlich alle Schweizermeister/innen aus der Region Basel ausgezeichnet. Ich freue mich immer sehr auf diesen Anlass und bin froh, dass ich gerade noch einen Tag, oder besser gesagt wenige Stunden vor meiner Abreise daran teilnehmen kann. Dies ist eher ein Zufall, habe ich doch schon vor mehreren Monaten dieses Trainingslager geplant und erst viel später vom Termin der Ehrung Kenntnis genommen.

Viel schlafen werde ich in dieser Nacht wohl nicht können, denn morgen muss ich mich bereits um 4 Uhr früh am Flughafen von Basel befinden.
Ich werde, sofern mir die Internetverbindung vom Club la Santa keinen Streich spielt, natürlich versuchen, von dort aus weitere Einträge ins Netz zu stellen. Da zur Zeit von der Erderwärmung nicht viel zu spüren ist, werde auch fest an Euch denken, damit auch Ihr etwas von der Wärme abbekommt! :-)        

Mit lieben Grüssen
Deborah